Dienstag, 30. Juni 2020

Vorbestellen


Liebe Freunde des Blogues!

Im Oktober erscheint die 8. Ausgabe des wunderbaren Pulp Magazins mit acht kultigen Texten. Von Horror bis Science-Fiction...


Marc Gore - Green Hell Rotting

1970, Corporal Walker befindet sich mit seinem Platoon auf Patrouille im Dschungel von Vietnam. Im Zwielicht des undurchdringlichen Buschwerks begegnet er seinem größten Feind …

Marco Rauch - Sick Times
Ein Mann aus der Zukunft soll ein tödliches Virus aufhalten. In der Gegenwart gestrandet, wendet er sich von seiner Mission ab und verdammt die ganze Menschheit zum Untergang. Oder hat er womöglich nur den Verstand verloren?


M. L. Torrance - Vadims Fluch
Als „Hänsel und Gretel“ des 21. Jahrhunderts stapfen Anna und Chris auf ihrem Wanderurlaub durch das Dickicht der ausgedehnten Urwälder Rumäniens … und stoßen dort auf ein unheimliches Haus mit einer noch viel unheimlicheren Bewohnerin.


Martin Compart - Das Werk eines Besessenen
Teil drei unserer Serie über die Geschichte des Spionageromans: Edward Phillips Oppenheim schrieb mehr als 100 Romane, verteufelte den Kommunismus, schätzte die Aristokratie und verteidigte die bestehende Ordnung.


Stefan Hensch - Cullen 3/Der Kollaps
Noch immer Chaos in Kalifornien. Cullen ist aber kein Mann, der sich von seinem Vorhaben abbringen lässt. Ein Kamerad aus seiner Militärzeit schuldet ihm noch einen Gefallen, der in dieser Lage sehr hilfreich sein könnte. Währenddessen spitzt sich die Lage weiter zu.


Thomas Williams - Sheriff Backwood 4/Die acht Fangarme des Todes
Trotz mehrerer bestandener Abenteuer weiß Privatdetektiv Michael kaum etwas über seinen neuen Partner Lars. In einem Pub soll es endlich zum klärenden Gespräch kommen. Doch statt Bier und Worten folgt eine Nacht voller Blut und … Tentakel!


r.evolver - Wolf und die Zombie-Insel
Auf der Flucht vor der Polizei findet Wolf Unterschlupf auf einer kleinen Insel in der Adria. Dort lernt er Marija kennen. Die attraktive und mutige Frau warnt die Bewohner vor einer tödlichen Gefahr, die auf der Nachbarinsel lauert …


Charly Blood - Agnesbründl-Saga 4/Höllenspuk am Stephansplatz Die geheimnisvolle titelgebende Agnes irrt durch das winterliche Wien. Sie folgt einem Hilferuf. Dass sie dadurch ausgerechnet ein teuflisches Treiben auslöst, kann sie nicht ahnen ...



Das gute Stück kann jetzt schon vorbestellt werden! 
Mehr Infos unter Blitz Verlag und Super Pulp



Sonntag, 21. Juni 2020

Der Trip III


Venice Beach. Hier war der Ozean,
hier fühlten sie sich sicher.
Unter ihren Füßen der Sand.
Ein Obdachloser kam zu ihnen,
blickte über das Meer und sprach wie ein Prediger:
"Ich trage keine Waffe, weil ich
kein Gangster bin, ich male nicht, weil ich
kein Künstler bin und ich singe nicht,
weil ich kein Sänger bin, aber ich
laufe über das Wasser, weil ich
der Messias bin."

Jester und Hailey schauten sich
und dann Mel an, erwiderten nichts.
Am Horizont sahen sie das Licht,
wie es langsam verschwand.
Die Nacht kündigte sich an
und sie wussten, dass die
Straße auf sie wartete.
"Lass uns aufbrechen", flüsterte Hailey,
"lass uns fahren...lass uns, verdammt nochmal endlich los..."

"Und? Wie sieht's aus? Könnt ihr mich vielleicht ein Stück mitnehmen?" fragte der Obdachlose.






Samstag, 13. Juni 2020

Schwarzer Freitag (mit Kaffee)


Nana Kwame Adjei-Brenyah
FRIDAY BLACK

Es ist Sommer. Es ist 2020. Dieses Jahr steht bis hier her ganz klar im Zeichen zweier Pandemien. Für eine von beiden könnte es irgendwann einen Impfstoff geben, für die andere braucht es mehr.
Lange bevor die Welt den Namen George Floyd kannte, gab es andere Namen, die mit ähnlichen Taten in Verbindung gebracht wurden und es gab Filme, Dokus und Bücher dazu. Schriftsteller wie  James Baldwin, Bryan Stevenson, aber auch zuletzt Alexi Zentner gingen die letzten Tage durch die Feuilletons oder durch Fernsehsendungen. Und dies sind nur drei Namen. Auch Latino-Autoren wie Luis J. Rodriguez, mit seinem Klassiker "Always Running" aus dem Jahr 1994, oder vor vielen Jahrzehnten der Anwalt und Aktivist Oscar Zeta Acosta mit seinem Appell für mehr Gleichberechtigung, haben versucht etwas zu bewirken.

Das Debüt von Nana Kwame Adjei-Brenyah ist auf dem amerikanischen Buchmarkt erfolgreich gelandet und nimmt sich in einiger der Kurzgeschichten ebenfalls diesem Thema an, ohne großartig politisch sein zu wollen. Mal extrem brutal, mal fast schon märchenhaft oder verspielt.

Adjei-Brenyahs Stories haben Kraft und kommen ungefiltert aufs Papier. Wenn auch in der ein oder anderen Geschichte etwas ausschweifend und etwas zu verspielt, wird jede von ihnen zu einem ganz besonderen (fast schon persönlichem) Brief für den Leser. Guter Stoff. Klare Sprache. Trifft den Nerv.

Morgens beim Frühstück in der Schule erhält jeder sein obligatorisches Glück, doch bei der Schwester gibt es noch mehr davon. Ich gehe zu ihr, weil ich vom Glück gut drauf bin. Wenn ich Glück genommen habe, fällt es mir leicht, stolz und wahrhaftig zu sein, alles zu ignorieren, was meine Wahrhaftigkeit trübt, wie Marlene, dass man mich nur als Probestück benutzt und ich weiß, dass ich nie perfekt sein werde.

(aus der Kurzgeschichte "Die alte Zeit")

238 Seiten, ISBN 978-3-328-60129-6, Penguin Verlag, 20,00 Euro