Sonntag, 8. Dezember 2019

Freitag, 22. November 2019

Antigonish

"Yesterday, upon the stair,
I met a man who wasn't there!
He wasn't there again today,
Oh how I wish he'd go away!"

When I came home last night at three,
The man was waiting there for me
But when I looked around the hall,
I couldn't see him there at all!
Go away, go away, don't you come back any more!
Go away, go away, and please don't slam the door...

Last night I saw upon the stair,
A little man who wasn't there,
He wasn't there again today
Oh, how I wish he'd go away...

                                                     - William Hughes Mearns

 (Geschrieben vor 120 Jahren)



Dienstag, 12. November 2019

Lucia Berlin (12. November 1936 - 12. November 2004)


"Eine meiner Geschichten trägt den Titel 
Mein Leben ist ein offenes Buch 
- und das ist es zum größten Teil."

Es ist kein Noir, es ist kein Crime, es ist kein Pulp. Es ist Lucia Berlin. Geboren heute vor 83 Jahren. Gestorben heute vor 15 Jahren. Auch wenn sie nicht die Genres bediente, die hier im Blogue sonst besprochen werden, möchte der Rogue Blogue euch diese besondere Autorin in Erinnerung rufen bzw. vorstellen - zusammen mit ihrem Werk "Welcome Home"...



Eine wunderbare Erzählerin, die sich tief in ihren eigenen seelischen Abgrund begibt, ohne dabei zu viel aufzutragen, was als überflüssig oder melodramatisch wirken könnte. Sie schreibt von den Dingen, die sie erlebt hat, ohne zu pathetisch klingen zu wollen. Lucia Berlin hat erst vor einigen Jahren hier auf sich aufmerksam gemacht. Durch Bücher wie "Was ich sonst noch verpasst habe" (2016) oder "Was wirst du tun, wenn du gehst" (2017) oder nun auch kürzlich mit eben diesem Band "Welcome Home", der im Kampa Verlag erschienen ist.
Darin schreibt Lucia Berlin ihre Lebensstationen auf. Es gab viele Umzüge, viele Häuser, viele Staaten, zwischen den USA und Chile und Mexiko. Es gab viele Rückschläge, viele schöne Momente und den stetigen Wunsch sich heimisch zu fühlen. Sie wollte ankommen, sie wollte leben, koste es, was es wolle.
Als alleinerziehende Mutter von vier Kindern und nach drei gescheiterten Ehen, mit zahlreichen schlecht bezahlten Jobs und einer immer stärker werdenden Alkoholsucht, zeigt sie uns einen Lebenslauf, der nicht viel Raum für Träume lässt. Nimm es wie es kommt, erlebe es mit all der Wucht, die dich trifft. Gut, dass es Schriftstellerinnen wie Lucia Berlin gab und verdammt gut, dass sie entdeckt wurden. Ähnlich wie ein Richard Yates, der auch sehr viel später erst einem breiteren Publikum bekannt gemacht wurde. "Welcome Home" ist einer ihrer langen Briefe an einen unsichtbaren Freund. Möge er es verstehen, oder auch nicht.

Am ersten Abend saß ich im Fenster, schaute hinaus auf eine echte Feuerleiter, flüchtige Blicke auf den rosafarbenen Sonnenuntergang zwischen den Backsteinhäusern. In den anderen Apartments schrien sich Leute an oder unterhielten sich leise miteinander, nett. Ich war begeistert. Das ist das Leben. Das ist New York! Dann wurde mir klar, dass ich die Leute im Fernsehen reden hörte, was ich zuvor nicht gekannt hatte.



David kam zur Welt. Buddy musste mich im Krankenhaus allein lassen, weil er nach Hause gehen und sich einen Schuss setzen musste, als war das mein zweites Kind, das "ohne Mann, der meine Hand hielt" geboren wurde. Aber er war überglücklich über unser schönes Kind, wollte jetzt verzweifelt clean werden.

208 Seiten, ISBN 978-3-311-10011-9, Kampa Verlag, 24,00 Euro

Sonntag, 10. November 2019

Unbelievable



Sehr gute True Crime Mini-Serie...



Basierend auf dem preisgekrönten Artikel von T. Christian Miller und Ken Armstrong...