Mittwoch, 31. Juli 2013

ROGUE NATION #2 ist raus!


Pünktlich zum Monatswechsel erscheint die zweite Ausgabe des Rogue Nation Magazins. Die Elite des deftiges Wortes hat es sich nicht nehmen lassen der lesenden Welt ein paar Texte vor den Bug zu schießen. Mit dabei sind diesmal Radoslaw J. Berus, Rüdiger Saß, Roland Adelmann, Markus Prem, Ulrich Kersten, Kai Kraus, Florian Günther und Jürgen Landt. Das Coverfoto ist von Mayra Martell.

Ein großes Dankeschön an alle Schreiber, Abonnenten und Weggefährten jeglicher Art!

Viel Vergnügen beim Lesen und ein gutes bevorstehendes Wochenende!

- MM

Montag, 29. Juli 2013

Die Zeilen des Tages

Wenn du den Zug darin spürtest, dann würdest du wissen, es ist an der Zeit. Du würdest wissen, dass du unterwegs bist, irgendwohin.

- Das Zaumzeug, Raymond Carver


Draußen leuchtete die Nacht in den reißenden Lichtströmen des Straßenverkehrs und in den Flammen eines Buschfeuers in der Ferne. Lloyd fuhr nach Hause und schlief auf der Couch in seinen Kleidern ein.

- In der Tiefe der Nacht, James Ellroy


Aber machen Sie sich keine Sorgen: Das hier wird ein ehrliches, realistisches Stück Prosa über einen Taxifahrer, einen Filmstar und einen bedeutenden Kinderpsychologen, versprochen.

- Baumeister, Richard Yates


und der PORCHIA des Tages:

Ich finde nicht mehr den, der mehr ist, um ihm zu folgen, noch den, der weniger ist, um mir zu folgen.

- Antonio Porchia


Freitag, 26. Juli 2013

Gewaltig

Kat weiß nicht, wie lange sie schon hier draußen ist, sie weiß nicht, wie lange es her ist, dass der Mann mit dem Messer sich davongemacht hat, aber sie weiß, dass sie etwas tun muss. Sie darf hier nicht ewig sitzen bleiben. Sie darf hier nicht sitzen und bluten.

aus

 
Rezension folgt in der RN #2


...die in wenigen Tagen erscheinen wird!

Montag, 22. Juli 2013

Happy Birthday, Cubby!

Hubert Selby Jr.
July 23, 1928 – April 26, 2004

Johnny & der Krieg

Nein Sir jeder der loszog und sich an der Front in die Schützengräben legte um für die Freiheit zu kämpfen war ein gottverdammter Schwachkopf und der Kerl der ihn dort hingebracht hat war ein Lügner.

aus

Rezension folgt in der RN #2

Sonntag, 21. Juli 2013

Ernest am Morgen und alles Gute

 21. Juli 1899 - 2. Juli 1961

So ging der Sommer hin. Von den Tagen weiß ich eigentlich nicht viel, nur daß sie sehr heiß waren, und daß die Zeitungen von vielen Siegen berichteten.

- In einem anderen Land, Ernest Hemingway



Freitag, 19. Juli 2013

R.I.P. Eddie

Edward Bunker
31. Dezember 1933 - 19. Juli 2005

Notes I Found In Pigtown - Geschichten aus dem Viertel (4)



Geschichten und Geschäfte

Gegenüber vom Spielplatz sitzt der Junge an manchen Nachmittagen immer, seine dunkelrote Decke auf dem kleinen Stück Wiese ausgebreitet und darauf irgendein Plunder, den er verkaufen will. Beispielsweise drei Videofilme (meistens alte deutsche Schinken), ein paar abgenutzte Karl May Bände, ein Springseil und verschiedene Playmobilfiguren. Vor einiger Zeit hab ich ihm eine Figur für 50 Cent abgekauft. Sie steht bei mir in der Küche neben meiner Topfpflanze. Aber die eigentliche Geschichte geht so:
In der Nacht zum Samstag, in der letzten Woche war der Vater des Jungen nach einer durchzechten Kneipentour erst sehr spät oder besser gesagt sehr früh nach Hause gekommen. Er legte seine Kleidungsstücke ab und bemerkte schnell wie ihm die heimische Umgebung im Kopf, sowie im Magen zu schaffen machte. Nur in Unterhose bekleidet verbarrikadierte er sich im Badezimmer, um die mahnenden und zum Teil brüllenden Worte seiner Ehefrau, die demnächst aufwachen sollte auf Distanz zu halten. Die ersten Würgegeräusche, die aus dem Bad kamen weckten die gute Frau also auf und sofort wurde Stellung vor der Badezimmertür  bezogen. Sie klopfte und brüllte und irgendwann als die Sonne am Himmel auftauchte erreichte sie das Gefühl, sich dringend erleichtern zu müssen. Der Junge hatte im Kinderzimmer währenddessen seit den ersten Flüchen seiner Mutter gen Badezimmertür kein Auge mehr zugetan. Irgendwann zu früher Stund trat er dann hinaus, sah die Klamotten seines Vaters, die verstreut im Wohnzimmer lagen und erhaschte einen kurzen Blick auf seine Mutter, die sich zur gleichen Zeit auf dem PVC des Flurs entleerte. Später beschwerte sich der Vater nicht nur lauthals über einen verunreinigten Flurboden, sondern vielmehr ging es ihm um 150 Euro, die seine Frau ihm aus der Brieftasche geklaut haben soll. Natürlich leugnete sie alles und er war sich plötzlich nicht mehr sicher, ob das Geld möglicherweise doch in der Kneipe verzockt wurde. „Vielleicht hab ich aus Trotz in den Flur geschissen, aber Geld hab ich dir nicht gestohlen“, erklärte die Mutter abschließend und die Sache war erledigt. 
Solche Geschichten erreichen einen in manchen Stadtteilen wie Supermarktprospekte, die in den Treppenhäusern ausliegen. Bevor ich tags darauf  überhaupt einen Fuß nach draußen auf die Straße setzten konnte, informierte mich die alte Dame von unten über jene ereignisreiche Nacht im Haus drei Straßen weiter. Ich nahm mir vor, dem Jungen später am Tag wieder etwas abzukaufen, um ihn aufzumuntern sozusagen. Zu meiner Überraschung lagen auf der Decke diesmal drei alte Henry Miller Bücher und eine ziemlich neue DVD von Michael Ciminos Die durch die Hölle gehen. „Ich nehm die Bücher und die DVD.“ „15 Euro“, sagte er. „Das ist ein äußerst fairer Preis.“ „Ja, so macht man Geschäfte“, sagte er stolz. Ich nickte und bezahlte. „Wie laufen die Geschäfte denn so?“ fragte ich und reichte ihm das Geld. Er zog eine schwarze Geldbörse hervor, verstaute mein Geld und zog kurz darauf 150 Euro hervor. „Geschäfte laufen nicht schlecht“, sagte er, “gar nicht schlecht.“  

- MM

Montag, 15. Juli 2013

Black Coffee

I drank my coffee and passed the can along. We ate in silence. The chicken and bread soon disappeared. My companions lit up their pipes and smoked while we finished the coffee.
I was learning fast. I took the frying pan, filled it with water and put it on the fire, without waiting for orders. When the water boiled I washed it at the creek, scrubbed it with sand, and returned it to the owner.
"Where you from, kid?"
"The city," I answered.
"How long you been on the road?"
"This is my first day."
"Got any people?"
"No, they are all dead."
"Where you goin'?"
"Oh, just west, anywhere, everywhere."
"Got any pennies?"
"No pennies. I've got a couple of dollars." I looked from one to the other. "Do you want any of it, either of you?"
"No," from both of them. "But," said the cook, "if we was in the city I'd take fifty cents of it purty pronto and get myself a four-bit micky."
"A what?" I asked, mystified.
"A four-bit micky, a fifty-cent bottle of alcohol - Dr. Hall, white line," he translated in disgust. "If you're goin' west you better learn to talk west."
"Yes," said the other, "and 'pennies' don't mean pennies. It means money, on the road."

- You can't win, Jack Black

Sonntag, 14. Juli 2013

Notes I Found in Pigtown - Geschichten aus dem Viertel (3)



Regen und was sonst noch so vom Himmel kam

Es war kurz vor zehn und der Kiosk an der Ecke würde gleich schließen. Ich zog mir Schuhe an und machte mich auf, für die letzten beiden Stunden des Tages das ein oder andere kühle Bier in meine Gewalt zu bringen. Kurz darauf stand ich vor dem Kühlschrank und wanderte mit den Augen über die verschiedenen Marken. Viel hatte er nicht im Angebot, aber es handelte sich auch nicht um ein Schlachtschiff von Getränkemarkt in der Innenstadt, sondern um einen kleinen Tante-Emma Laden im Anti-Wohlstandsviertel. Man nahm, was man halt kriegen konnte. Ich schnappte mir zwei Flensburger und hielt noch ein kleines Schwätzchen über das Wetter ab, gerade als es draußen anfing Hunde und Katzen zu regnen. So passiert das eben manchmal. Ich bezahlte und wartete unter der kleinen gelben Markise vorm Laden, dass der Regen nachlassen würde. Zugegeben, es waren nicht mal hundert Meter bis zu meiner Haustür. Was würde so ein bisschen Regen schon machen, aber was runter kam, war kein Regen, sondern eine flüssige Lawine. Ich hatte weniger Sorge nass zu werden, als zu ertrinken. Außerdem gefiel mir die Aussicht. Auf der Leinwand, die der herabfallende Regen erzeugte zeichneten sich einzelne, völlig surreale Bilder ab. Vampire rangen mit Meerjungfrauen und ein starker Orkan fegte dann plötzlich beide von der Fläche. Wunderbare Küstenstrände taten sich auf und überall tanzten kleine Liliputaner und bewarfen sich mit Cocktailkirschen. Hinter mir schloss der Kioskbesitzer ab und fing an zu lachen. „Mann, hast du diesen kleinen Scheißkerl gesehen, wie er der kleinen Tussi versucht hat, ne Kirsche ins Ohr zu schieben?“ „Ja, ich weiß. Total verrückt.“ Ich bot ihm ein Bier an, doch er lehnte ab. Ich öffnete eins und trank. „Eigentlich soll ja keiner vorm Laden Bier saufen, aber ich glaube bei dem Wetter können wir mal ne Ausnahme machen.“ Ich nickte und versuchte so meinen Dank auszudrücken. „Guck mal da, ein total durchgeknallter Specht, der mit seinem Schnabel einen Panzer kaputthackt. Wenn das mal kein schönes Bild ist...“  

- MM

Freitag, 12. Juli 2013

In die weiße Nacht

Niemand hier,
und der Körper sagt: nichts Gesagtes
sei gesagt. Doch ist auch
niemand ein Körper, und was der Körper sagt,
hört niemand
als du selbst.

Schneefall und Nacht. Die Wiederholung
eines Mordes
unter den Bäumen. Der Stift
fährt über die Erde: er weiß nicht mehr,
was geschehn wird, und die Hand, die ihn hält,
ist verschwunden.

Und dennoch schreibt er.
Schreibt: am Anfang, unter
den Bäumen, kam ein Körper
aus der Nacht. Er schreibt:
des Körpers Weiße
ist der Erde Farbe. Ist Erde,
und die Erde schreibt: alles hat
die Farbe des Schweigens.

Ich bin nicht mehr hier. Nie habe ich gesagt,
was du mir
nachsagst. Und doch ist der Körper ein Ort,
an dem nichts stirbt. Und jede Nacht
hörst du am Schweigen der Bäume,
dass meine Stimme
dir entgegenwandelt.

- Weiße Nächte, Paul Auster 

Donnerstag, 11. Juli 2013

Parker und das dunkle Paradies

Die Cops nannten das "die eigene Waffe fressen". Er setzte sich aufs Bett, wiegte die Pistole in seiner Hand und empfand ihre Anwesenheit als Trost. Falls er es nicht aushielt, verlassen zu werden, falls sie nicht zurückkommen würde, war die Pistole immer bereit. Es war tröstlich, das zu wissen. So ähnlich wie mit Alkohol. Falls es richtig schlimm werden sollte, konnte er immer noch mit dem Trinken anfangen. Er legte die Waffe wieder in die Schublade seines Nachtschränkchens, ging zum Fenster und blickte hinaus...

aus


Rezension folgt in der RN #2

Mittwoch, 10. Juli 2013

Notes I Found In Pigtown - Geschichten aus dem Viertel (2)



Einsamer Freund

Er lebte allein zu Hause, hatte keinen Job und keine Freundin. Dann erzählte er mir, wie sehr es ihm auf den Sack ginge, dauernd in diesen Schieß-Fernseher zu stieren. Dauernd liefe nur irgendein Mist. Es würde zwar eine Weile gegen die Einsamkeit helfen, aber man fühlt sich irgendwann, als hätte jemand einem ein Stück Gehirnmasse entnommen und der ganze Verstand liefe nur noch auf drei Zylindern. Ich gab ihm was zu lesen und er ließ den Flimmerkasten vorerst aus. Ich schaute zwei Tage später bei ihm vorbei. Die Wohnung war kalt und völlig unaufgeräumt und überall stand dreckiges Geschirr herum. Er schien viel gelesen zu haben. „Die Gedichte, die du mir gegeben hast…“ fing er an. „Ja?“ fragte ich und war gespannt, was er sagen würde. „Sind die von dir?“ „Ja.“ „Die reimen sich überhaupt nicht.“ „Ja, ich weiß.“ „Und dieses Buch, das du mir gegeben hast…das, was mit Einsamkeit zu tun hat und so….“ „Ja, Hemingway.“ „Fand ich nicht so doll. Er tuckert da auf seinem Boot herum, fängt den Fisch und am Ende ist nichts mehr übrig.“ „Ja.“ „Ich weiß nicht. Find’s ja nett von dir, dass du mich aufmuntern willst, aber ich glaub, ich mach doch mit dem Fernseher weiter.“ 

- MM

Kaffee und Plath

I
walk alone;
The midnight street
Spins itself from under my feet;
When my eyes shut
These dreaming houses all snuff out;
Through a whim of mine
Over gables the moon's celestial onion
Hangs high.

I
Make houses shrink
And trees diminish
By going far; my look's leash
Dangles the puppet-people
Who, unaware how they dwindle,
Laugh, kiss, get drunk,
Nor guess that if I choose to blink
They die.

I
When in good humor,
Give grass its green
Blazon sky blue, and endow the sun
With gold;
Yet, in my wintriest moods, I hold
Absolute power
To boycott any color and forbid any flower
To be.

I
Know you appear
Vivid at my side,
Denying you sprang out of my head,
Claiming you feel
Love fiery enough to prove flesh real,
Though it's quite clear
All you beauty, all your wit, is a gift, my dear,
From me.
 
- Soliloquy Of The Solipsist, Sylvia Plath

Montag, 8. Juli 2013

Der Morgen mit Hunter

Der Sommer darf nun endlich so richtig kommen...




“Yesterday's weirdness is tomorrow's reason why.”

-
The Curse of Lono, Hunter S. Thompson



Notes I Found In Pigtown - Geschichten aus dem Viertel (1)


Schreie am Morgen

Irgendein Gebrüll weckt mich. Ich schiele links auf die Armbanduhr, die auf dem Nachttisch liegt und sehe, es ist noch nicht mal halb sieben durch. Draußen schreit’s nach Krieg und Frieden und ich geh rüber zum Fenster, um zu sehen, was da vor sich geht. Eine kleine dicke Frau steht auf der anderen Seite neben der Bushaltestelle und wartet. Keine zehn Meter von ihr entfernt lehnt sich ein Typ, noch total verschlafen mit freiem Oberkörper und Fell wie’n Yeti auf der blassen Haut aus dem Fenster und schreit zu ihr rüber. „Hey. Hey. Hey. Bist du taub, oder was?“ Die Frau reagiert nicht und ich erkenne kurz darauf die Schnur, die vor ihrem Oberkörper baumelt und bis zu den Ohren reicht. Sie steht da, wartet und hört ihre Musik aus den Kopfhörern. Sie wartet und wartet und er schreit und schreit. Wann kommt endlich dieser Bus, frag ich mich. Das Dickerchen noch immer in Gedanken bei dem Lied, das gerade in ihrem Oberstübchen für entsprechende Stimmung sorgt. Sie stiert einfach geradeaus ins morgendliche Nichts und scheint in einem Traum versunken zu sein. Und der Bär der brüllt noch immer aus dem Fenster, als würde die ganze Hütte brennen. Einen Moment später verschwindet er im Inneren der Wohnung und kommt mit einer leeren Bierflasche zurück. Er holt aus und schmeißt ihr das Ding vor die Füße. Sie zuckt vor Schreck zusammen und das Glas fliegt über die ganze Straße. Ihr Traum ist buchstäblich in tausend Scherben zerplatzt. Ruckartig reißt sie sich die Kopfhörer aus den Ohren und schaut nach rechts zu ihrer Wohnung, von wo aus die Flasche geflogen kam. In ihrem Blick liegt Entsetzen und Ratlosigkeit und der Typ scheint erleichtert und deutet mit dem Daumen nach drinnen: „Du hast vergessen das Radio auszustellen, das dudelt hier immer noch vor sich her.“ 

- MM

(Foto: Christa Müller)

Sonntag, 7. Juli 2013

Neuer LaborBefund erschienen

Der "LaborBefund #5 - Literatur aus der Wirklichkeit" ist am 7. Juli
2013 erschienen und kann ab sofort bestellt & gekauft & gelesen werden!

Inhalt:
Diagnosen von Jerk Götterwind (Hessen), Tom Bresemann (Berlin), Marcus
Mohr (Köln), Arnd Dünnebacke (Hanau), Benedikt Maria Kramer (Ausgsburg),
Ní Gudíx (Berlin), Urs Böke (Essen) und Mario Thorban (Kamerun).

First class Literatur aus der Wirklichkeit, u. a. über die langen Bärte
der Poesie, Trainspotter aus Konstanz, Pubertät im Hinterhof und all
diejenigen, die nicht durchkommen. Dazu ein Urlaubsgruß vom Säzzer aus
Irland.

Auf 40 S. erstklassige Literatur zum unschlagbaren Preis von 3,- €
(zzgl. Porto innerhalb Deutschlands = 4,- € alles inklusive. Portokosten
Ausland: 3,45 € (= insgesamt 6,45 € pro Sendung)).
Herausgegeben in Berlin und gelesen in Hamburg, Köln, Essen, Dortmund,
Kleinkleckersdorf...

Aufl.: 100 Stk., auf Wunsch vom Hrsg. signiert

Bestellungen über die Website ==> http://laborbefund.jimdo.com/
oder direkt per Email an obige Adresse ==> laborbefund2013@yahoo.de

Heißer Tag

"Kev ist genau wie du und ich, er lebt auch in seiner eigenen Welt, interessiert sich für seine Sachen - Bukowski, Damon Runyon, John Fante, das ganze harte, zynische Zeug, und Meerjungfrauen und Whisky..."

"Und Japanerinnen, die sich gegenseitig in den Mund reihern?", sagte ich. "Was ist daran genau wie du und ich?"

aus



Genau das Richtige bei dem Wetter!

"Verlier die Beherrschung und du verlierst den Kampf."

Donnerstag, 4. Juli 2013

Die Zeilen des Tages

Ja, wir sind Landstreicher auf Erden. Wir wandern Wege und Wüsten, zuweilen kriechen wir, zuweilen gehen wir aufrecht und zertreten einander.

- Das letzte Kapitel, Knut Hamsun


Häufig habe ich Dinge mißverstanden. Ich habe alles vergessen, was ich aus schmerzlichen Erfahrungen gelernt hatte, so daß ich viele Jahre in dummem Unglauben dastand, und mich dann erinnerte, über mich selbst lachte und staunte.

- Freunde und andere Leute, William Saroyan 


Der Taxifahrer stellte meine Koffer auf den Randstein vor dem Phelps Gate. Überall waren Familien, und er sah sich nach meiner um, als hätte ich noch eine gehabt, als ich an der Union Station einstieg, und auf dem Weg zum Campus wäre sie verloren gegangen.

- Tender Bar, J.R. Moehringer


und der PORCHIA des Tages:


Manchmal verläßt mich alles, und damit alles wieder zurückkehrt, muß ich fortgehen.

- Antonio Porchia



4.Juli mit Ginsberg

Mittwoch, 3. Juli 2013

Eines Morgens...

Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.

Illustration von Robert Crumb


Franz Kafka hätte heute seinen 130. Geburtstag gefeiert. 

Dienstag, 2. Juli 2013

Ausgeträumt

dreamt i was a poet
&
writin' silver sailin' songs
words
strong & powerful crashing' thru
walls of steel & concrete
erected in minds weak
&
those asleep
replacin' a hobby of paper candy
wrappin', collectin'
potent to pregnate sterile young
thoughts


i dreamt i was this poeta
words glitterin' brite & bold
strikin' a new rush for gold
in las bodegas
where our poets' words & songs
are sung
but
sunlite stealin' thru venetian
blinds
eyes hatin', workin' of time
clock
sweatin'
&
swearin'
&
slavin'
for the final dime
runnin' a maze
a token ride


perspiration insultin' poets
pride
words stoppin' on red
goin' on green
poets' dreams
endin' in a factoria as one
in a million
unseen
buyin' bodega sold dreams . . .

- La Bodega Sold Dreams, Miguel Pinero