Montag, 18. November 2013

Die Zeilen des Tages

Unterwegs kamen mir trübsinnige Gedanken. Wozu war der Mensch auf der Welt? Zum Sterben. Und was hieß das? Rumhängen und warten. Warten auf den Glückstreffer. Warten auf ein Paar dralle Titten in einem Hotelzimmer in Las Vegas an einem Abend im August. Warten, dass die Maus ein Lied singt. Warten, dass der Schlange Flügel wachsen. Rumhängen.

- Pulp, Charles Bukowski

Lieber Freund, jetzt in den staubigen zeitlosen Stunden der Stadt, wo die Straßen schwarz daliegen und im Kielwasser der Sprengwagen dampfen, jetzt, wo die Betrunkenen und Obdachlosen in den Gassen oder auf verlassenen Grundstücken im Schutz der Mauern gestrandet sind und Katzen hochschultrig und mager durch trostlose Gelände streunen, jetzt inmitten dieser rußschwarzen Ziegel und kopfsteinigen Durchgänge, wo die Schatten der Leitungsdrähte die Kellertüren in schauerliche Harfen verwandeln, wird keine Seele gehen außer dir.

- Verlorene, Cormac McCarthy


und der PORCHIA des Tages:


Ich werde mich entfernen. Ich beklage lieber
deine Abwesenheit als dich.

- Antonio Porchia

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