Samstag, 29. März 2014

Der müde Joe

Und auch hier möchte es sich die Nation nicht nehmen lassen, ihre Glückwünsche zum 75. auszusprechen:





Freitag, 28. März 2014

The End is Nothing

Die Nation gratuliert dem großen Schreiber Nelson Algren zum 105. Geburtstag:


28. März 1909 - 09. Mai 1981

 “Any writer who knows what he's doing isn't doing very much.”



Donnerstag, 27. März 2014

Über Morde, brennende Bibliotheken und Schnee im Sommer

Die Leute schienen sich ausgerechnet zu selben Zeit, da ich mein Detektivbüro eröffnete, plötzlich zum Morden, Entführen und Vergewaltigen entschlossen zu haben. Was die Ehebrüche angeht, kann ich die Paare, die ich entzweit habe, an zehn Fingern abzählen. Diese Fälle werden mir als die besten in meiner blutgetränkten Karriere in Erinnerung bleiben. Ich folge den Ehebrechern bis zum Hotel, mache es mir im Auto bequem, nippe ein, zwei Mal an der Whiskeyflasche - gerade Zeit genug, damit sie sich ausziehen und zur Sache kommen können. Dann ein paar Beweisfotos und der Fall ist gelöst.

aus


Rezension folgt in der RN #10

Mittwoch, 26. März 2014

Raymond Chandlers langer Abschied

Raymond Chandler
23. Juli 1888 - 26. März 1959

"Also muß man dahin gehen, wohin sie einem nicht folgen können."


Clemens Meyer über sein Lieblingsbuch "Der lange Abschied":


Montag, 24. März 2014

In Gottes Namen

"Jock Marder, du nichtsnutziger, schmarotzender, abtrünniger, hundsmäuliger Sohn eines Scheißkerls, du schuldest mir drei Dollar", sagte er.
Ich glotzte ihn bloß an, glotzte an mir herunter, wie ich da staubig auf der Straße lag, und erklärte: "Banditen haben mein Haus abgefackelt."
"Drei Dollar, und ich hab dir nicht mal den klitzekleinsten Zins draufgeschlagen. Hätt ich auch nur einen Funken Grips, würd ich dir keinen Kredit geben. Ganz bestimmt nicht."
"Haben meine Scheune abgefackelt."
"Petersen vom Kramladen drüben hat auch noch ein Wörtchen mit dir zu reden, wenn ich fertig bin."
"Haben meine Frau entführt."
"Unsere christliche Nächstenliebe nutzt du nicht mehr aus, damit ist jetzt Schluß."
"Haben meinen Hund getötet."
"Haben deinen Hund getötet?"
"Mit dem Pfeil da." Hielt ihm das Todeswerkzeug unter die Nase. "Er hing am anderen Ende dran, ist aber abgefallen."

aus


Rezension folgt in der RN #10

Sonntag, 23. März 2014

Rogue Music - Lungs

 Der Soundtrack zum Zine

Lied 2


"You better leave this dream alone 
 try to find another"

Mittwoch, 19. März 2014

Die Seele eines Schreibenden


"Ich mag Romane, ich mag nichts Unlebendiges so sehr wie Romane. Ich mag Romane mehr als die Sonne und den schönen Frühlingstag und die zwei Wochen auf den Malediven. Ich mag Romane mehr als jedes Essen und die neuen Edelholzschränke und die erste Tasse Kaffee am Morgen und den Ring meiner verstorbenen Tante. Ich würde niemals meine Seele verkaufen, aber wenn ich sie verkaufen müsste, wenn es keine Alternative zum Verkauf gäbe, würd ich sie gegen die Fähigkeit eintauschen, große Romane zu schreiben."

- Meine Schreibmaschine und ich, Thomas Glavinic

Dienstag, 18. März 2014

Dirty Harry und das brennende L.A.

Bosch befasste sich gerade mit dem zwanzig Jahre zurückliegenden Mord an der Fotojournalistin Anneke Jespersen, die bei den Unruhen von 1992 erschossen worden war. Es war eine irrwitzige Nacht voller Gewalt gewesen, in der er die Fälle im Schnelldurchlauf hatte abwickeln müssen. Deshalb hatte er sich damals nicht einmal eine Stunde mit dem Fall und dem Tatort beschäftigen können, bevor er zum nächsten Mordfall gerufen worden war.

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Rezension folgt in der RN #10

Montag, 17. März 2014

Zombie-Spinnen und jede Menge Tote!

Zuerst rannte ein Mann in schwarzer Uniform aus dem Gebäude und rief irgendwas. Ich konnte ihn nicht verstehen, aber bis zum heutigen Tag besteht John darauf, dass er gerufen hat: "Lauft weg!"
Dann folgten wieder Schüsse. Laut, scharf, nah. Und Schreie.
Schreie von jedem, der nahe genug am Eingang war, um zu sehen, was darin vor sich ging. Drei Polizisten duckten sich hinter den geparkten Streifenwagen und richteten ihre Waffen auf die Schiebetüren.

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Rezension folgt in der RN #10

Samstag, 15. März 2014

Wer brauch noch Feinde...?

"Vor Jahren bin ich in New York an einen Taxifahrer geraten, bei dem es mir schwerfiel, seinen Namen auf dem Schild am Armaturenbrett zu entziffern, und da erklärte er mir, er sei Pakistaner. Er fragte mich, woher ich käme, und als ich sagte, ich sei Italiener, wollte er wissen, wie viele wir sind, und war erstaunt über unsere geringe Zahl und dass unsere Sprache nicht Englisch ist. Schließlich fragte er mich, wer unsere Feinde seien. Auf mein 'Wie bitte?' erklärte er mir geduldig, er wolle wissen, mit welchen Völkern wir seit Jahrhunderten im Krieg lägen, wegen territorialer Ansprüche, ethnischer Aversionen, ständiger Grenzkonflikte und so weiter. Ich antwortete ihm, dass wir mit niemandem im Krieg lägen. Geduldig setzte er mir auseinander, er wolle wissen, wer unsere historischen Feinde seien, unsere Erbfeinde, also diejenigen, die uns umbrächten und wir sie. Ich wiederholte, dass wir keine Erbfeinde hätten, dass wir den letzten Krieg vor über fünfzig Jahren geführt haben und dass wir dabei am Anfang einen anderen Feind hatten als am Ende. Er war nicht zufrieden."

- Die Fabrikation des Feindes und andere Gelegenheitsschriften, Umberto Eco

Mittwoch, 12. März 2014

Jack & Charlie


Jack Kerouac *12. März 1922 +21. Oktober 1969

Charlie Parker *29. August 1920 +12. März 1955


Montag, 10. März 2014

Zehnter Dezember am zehnten März

"Kämpfen wir heute hier gegen Drogen oder was? Jawoll! Finden wir Geschäftsleute es gut, wenn unsere Kinder an Drogen rankommen? Kein bisschen, vergiss es, da sind wir total dagegen! Nehmen wir selber Drogen? Ihr Kinder, also die von euch, die heute hier sind, glaubt mir, wenn ich euch sage, das tun wir nicht, und wir haben es auch nie getan! Weil, als eine Frau, die ihr Geld mit Feng Shui verdient, also auf Crack könnte ich unmöglich mein Feng Shui machen, ich arbeite mit dem Erspüren von Energiefeldern, und wenn man auf Crack ist oder auf Dope, ja selbst wenn man zu viel Kaffee getrunken hat, dann wird das Energiefeld ganz schwammig, glaubt mir, das weiß ich, ich hab früher mal geraucht!"

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Rezension folgt in der RN #10

Sonntag, 9. März 2014

R.I.P. Hank

Charles Bukowski
16. August 1920 - 09. März 1994

Wie immer, so spät in der Nacht,
komme ich zum letzten Glas und
betrachte es mit besonders innigen
Gefühlen.
Meistens ist mir auf der Schreibmaschine
einiges geglückt
und das letzte Glas ist reserviert 
für einen Toast auf die Götter
die mir das Glück gönnen.


Dienstag, 4. März 2014

ROGUE NATION #9 IST RAUS!



Liebe Freunde der Nation,

mit ein paar Tagen Verspätung ist es nun doch passiert und die Märzausgabe der Nation ist da. Gewohnt mit fantasievollen, teils brutal-ehrlichen und nicht immer ganz jugendfreien Texten von Frank Trummel, Clemens Schittko, Jürgen Landt, Ulrich Kersten und Marvin Chlada. 

Zusätzlich ein Interview mit dem amerikanischen Schreiber Ryan David Jahn. Autor von Büchern wie Ein Akt der Gewalt, Der Cop und Die zweite Haut. Absolut lesenwert...die Bücher, aber das Interview natürlich auch!

Viel Freude mit der aktuelle Ausgabe und einen skandalfreien Rest der Woche!

Cheers,
MM

Sonntag, 2. März 2014

Finks Hunger

Ich schüttelte den Kopf. Ach, ich hatte Hunger. In dem Augenblick, als Mutter mich fragte, empfand ich ihn. Aber ich wußte, es war nichts da. Ich hatte in der Tür gestanden und gesehen, wie sie, als Vater in der Küche über dem kalten Herd schlief, in seine Tasche gegriffen und sie nach Geld durchsucht hatte. Sie hatte nichts gefunden, und sie hatte nicht den Mut, noch einmal zur Nachbarin zu gehen. Damals schämte sie sich noch ihrer Armut, ihres Mannes, ihres langsamen Heruntersinkens. Später, als es nicht mehr tiefer ging, trug sie den Kopf höher, nahm mitleidige Blicke gelassen an und schadenfrohe stolz.

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Rezension folgt in der RN #9

Samstag, 1. März 2014

Bald knallt's


Es wird noch ein wenig geschraubt, geschnitten, geputzt und gewischt, damit es dann auch so richtig schön knallt und dann gibt's Anfang nächster Woche die neue und somit neunte Nation.

Bis dahin ein gutes Wochenende und viel Bum-Bum!