Montag, 24. März 2014

In Gottes Namen

"Jock Marder, du nichtsnutziger, schmarotzender, abtrünniger, hundsmäuliger Sohn eines Scheißkerls, du schuldest mir drei Dollar", sagte er.
Ich glotzte ihn bloß an, glotzte an mir herunter, wie ich da staubig auf der Straße lag, und erklärte: "Banditen haben mein Haus abgefackelt."
"Drei Dollar, und ich hab dir nicht mal den klitzekleinsten Zins draufgeschlagen. Hätt ich auch nur einen Funken Grips, würd ich dir keinen Kredit geben. Ganz bestimmt nicht."
"Haben meine Scheune abgefackelt."
"Petersen vom Kramladen drüben hat auch noch ein Wörtchen mit dir zu reden, wenn ich fertig bin."
"Haben meine Frau entführt."
"Unsere christliche Nächstenliebe nutzt du nicht mehr aus, damit ist jetzt Schluß."
"Haben meinen Hund getötet."
"Haben deinen Hund getötet?"
"Mit dem Pfeil da." Hielt ihm das Todeswerkzeug unter die Nase. "Er hing am anderen Ende dran, ist aber abgefallen."

aus


Rezension folgt in der RN #10

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