Donnerstag, 31. Dezember 2015

EIN GUTES ENDE! ROGUE NATION 02/06 IST RAUS!


Liebe Freunde der Nation,

wenn wir gehen, dann mit einem Knall!

Die vorerst letzte Printausgabe des Rogue Nation Magazins detoniert mit voller Wucht und ätzt sich durch Fleisch und Verstand. Ein nahezu apokalyptisches Szenario mit Bleischießen und Blutfondue. Freut euch auf das Ende mit explosiven Texten von Court Merrigan, Maxim Jakubowski, Ralph Stieber, Nico Feiden, Manuel Zerwas, Frank Trummel, Ulrich Kersten, Marc Mrosk, Rudolph Grey und Julian Drescher. Illustrationen liefert wie immer Giuseppe Cristiano.

Ein Heft gibt es für 3€ plus 1€ Porto. 

Bestellungen bitte an rogueblogue@gmail.com

Vielen Dank für die Aufmerksamkeit und eure Unterstützung!

DIE NATION WÜNSCHT EIN STRAHLENDES NEUES JAHR!!!

- MM


Montag, 28. Dezember 2015

Making a Murderer - Folge 1 gucken



Die Netflix Doku wurde schon in einem früheren Blogpost vorgestellt. Eine unglaubliche Geschichte und eine faszinierende Dokumentation an der über 10 Jahre lang gearbeitet wurde über die sehr fragwürdigen Verurteilungen von Steven Avery und später von Brendan Dassey.

Folge 1:




Sonntag, 27. Dezember 2015

Die Dame im Auto mit Sonnenbrille und Gewehr


Die neueste Adaption des Romans von Sébastien Japrisot 
(wurde bereits 1970 von Anatole Litvak verfilmt):




Trailer:

Freitag, 25. Dezember 2015

Fincher & Hitchcock im TV

David Fincher ("Sieben") und Charlize Theron ("Monster") machen aus dem John Douglas Buch "Die Seele des Mörders (Original: Mindhunter)" eine TV Serie. Das klingt doch sehr vielversprechend. Hier ein recht aktueller Artikel dazu: http://www.huffingtonpost.de/2015/12/23/serienmorde-netflix_n_8866934.html#



  ...und Hitchcock ist heute schon im TV:


21:50 Uhr auf 3sat

Donnerstag, 24. Dezember 2015

Feuriges Fest!

(c) Rick Remender

aus der Comicserie "The Last Christmas" 
von Brian Posehn, Gerry Duggan und Rick Remender.

DIE NATION WÜNSCHT ALLEN EIN GUTES WEIHNACHTSFEST!

 

Sonntag, 20. Dezember 2015

Der letzte Advent



I am the bomb.
There's nothing you can do about me.
Or the others.

It's all over with.
Not a chance even for a "fuck you."

I am the bomb.
Made to live forever. & when I
die, everything's new.

I am the Bomb.

- I Am the Bomb, Mike Mollett




P.S. Die sechste Ausgabe der Rogue Nation sollte noch dieses Jahr ausgeliefert werden. Mit etwas Glück noch vor Weihnachten. Aber das Ende kommt - so viel ist sicher!

Mittwoch, 16. Dezember 2015

Am Ende einer Welt

Tomas nickte. "Du hast ständig irgendetwas mit ihr verglichen. Du hast gesagt: 'Diese Haarfarbe hatte deine Mutter auch, aber ihres war dicker.' Oder: 'Deine Mutter hatte auch solche Schönheitsflecken, aber bei ihr waren sie am Schlüsselbein.'"
Joe sagte: "Habe ich das, ja?"
Noch ein Nicken. "Weißt du eigentlich, wie oft du früher über sie gesprochen hast?"
"Früher?"
Sein Sohn sah ihn an. "Jetzt nicht mehr. Jedenfalls nicht oft."
Auch wenn sein Sohn den Grund nicht kannte, Joe kannte ihn sehr wohl, und er sandte eine stille Abbitte an Graciela.
Ja, Liebling, du - sogar du - verblasst.

aus
 


 Interview mit Dennis Lehane zu "Am Ende der Welt":

Sonntag, 13. Dezember 2015

Poem of the Day

The people who were better than us were comfortable.
They lived in painted houses with flush toilets.
Drove cars whose year and make were recognizable.
The ones worse off were sorry and didn't work.
Their strange cars sat on blocks in dusty yards.
The years go by and everything and everyone gets replaced.
But this much is still true-I never liked work.
My goal was always to be shiftless.
I saw the merit in that.
I liked the idea of sitting in a chair in front of your house
for hours,
doing nothing but wearing a hat and drinking cola.
What's wrong with that?
Drawing on a cigarette from time to time.
Spitting.
Making things out of wood with a knife.
Where's the harm there?
Now and then calling the dogs to hunt rabbits.
Try it sometime. Once in a while hailing a fat, blond kid like me and saying, "Don't I know you?" Not, "What are you going to be when you grow up?"

- Shiftless, Raymond Carver

Noch ein paar Weihnachtsgrüße und Bronson im TV


aus

(Explosion des Schweigens, 1961 / Regie: Allen Baron)

...und wer einen guten Noir-Thriller zu schätzen weiß,
sollte sich heute Nacht bzw. morgen ganz früh den
Wecker stellen für "Der aus dem Regen kam"
mit Charles Bronson (läuft um 1:20 auf 3sat):




Kurz vor der letzten Schlacht...die 3. Kerze...


Wir warten auf das Ende. 
Einen ruhigen dritten Advent 
bevor es noch einmal richtig knallt...

...wünscht euch die Nation




Samstag, 12. Dezember 2015

Ol' Blue Eyes zum 100.!


Mögest du 100 Jahre alt werden, und möge die letzte Stimme, die du hörst, meine sein.
 - Frank Sinatra 
(12. Dezember 1915 - 14. Mai 1998)





Donnerstag, 10. Dezember 2015

Der Pfandleiher

O ja, ja, ein netter, friedlicher Sommertag; still, gefahrlos, voller Menschen, die in der verschwenderischen, verheißungsvollen Hitze ihren Angelegenheiten nachgingen. Ein schläfriger Morgen in einer riesigen Stadt. Sol blickte im Gehen träge auf die verschachtelte Landschaft, und die Langeweile beschwerte seine Lider.

aus


Dienstag, 8. Dezember 2015

The Nice Guys & Bone Tomahawk


Trailer:


(Ab 02. Juni 2016 in Deutschland)




Trailer:


(Noch ohne deutschen Starttermin)

Hap & Leonard und jede Menge Mojo

Leonard stand auf. Viele standen auf. Nicht weit von uns klickte ein Messer. Ich nahm eine umgekippte Flasche vom Tisch, packte sie am Hals. Sie war noch nicht leer, Bier kippte auf meinen Schuh. Ich langte mit der freien Hand in meine Tasche und legte ein paar Dollar auf den Tisch. Schade, dass ich keinen breitkrempigen schwarzen Hut und keinen Umhang hatte. So musste ich mit feuchten Normalklamotten auskommen.
"Macht, dass ihr rauskommt, Jungs", sagte der Barkeeper sehr leise.

aus


Weitere Teile aus der Hap & Leonard - Reihe gibt's 

In den USA erscheint nächstes Jahr die dazugehörige TV- Serie.
 Man darf gespannt sein...
Hier ein Artikel dazu: 



Samstag, 5. Dezember 2015

Advent, Advent...die zweite Lunte brennt

Warten auf die 6!


Zündet an und genießt das Feuer!
Bald kommt der Dicke mit dem Bart
und dem Roguesack und bringt euch
eure Hefte!

...und während wir warten:


Die Nation wünscht einen schönen 2. Advent!

Donnerstag, 3. Dezember 2015

Poem of the Day

No longer will I swallow hard boiled
instructions. No longer smile at
people I’d like to bite.
Today I am free.
Today I am Mick Jagger’s lips.
Today I am Kerouac’s touchdown in Lowell ’39.
Today I’m Jack Kennedy—ich bin ein unemployed!

There will be time later for assassins.
Today I am Lenin arriving at Finland Station
Napoleon back from Egypt.
Today I am Neville Chamberlain’s peace
Timothy Leary’s PhD
Joplin’s vocal chords
I am used up—but new
and yesterday was my last day of work.

Now come the women who say no.
Now come New York Amsterdam Leningrad Rangoon.
Now come books I’m too undisciplined to write
poems written on white bread and toilet paper.
Now comes literature rubbing at my leg like a dog.
Now comes Christmas with its childish lies.
And I will believe all of them.
I’ll make up new ones.

I’ll buy Jesus a pink shirt & leather chaps
and wear them to parties of the damned.
I’m the vagrant with a purpose
the comrade in a Mercedes.
The King is dead. Long live dead capitalism!
Long live the bridge loan made of Rolaids.
Long live Hemingway’s shotgun,
Milken’s salary.
Long live the hand of God as it
fingers its way to your rectum
pushing you to do what you must.
You must tell the boss to treat you with respect.

You must stand up for free speech.
You must stand up in a crowd
of an overpriced New York restaurant
and shout—0 Waste Nuclear Waste! 

Tell the emperor when the people have no clothes.
Homeless & health farms, convenience stores & medicare,
tummy tucks for pets, advertising titty hope hologram.
I am the blister on the burn
I am the golden boy turning bronze.
I am Kerouac’s belly,
Howard Hughes’ germs,
I am Van Gogh’s knife
looking back at you in the mirror.

I wrote poems for a nation of tv stars.
I became the floating eyeball
that looks over your shoulder as if
peering off the edge of the earth.
I have strip mined love for poetry.
I cracked bones like Jesus cracked bread.
That’s how poems visit me.
Like the ghost of a lover done wrong.
Like a party for a world done wrong.
Imagine Abe Lincoln and Karl Marx
in the party masks of Nixon & Stalin.
The Popes collect gold, now the Russians prefer Pepsi.
I would rather take dictation from the planets.
From the strangest bottomfish scrubbing the sea.
From the worst delusion
……of the best psychotic
………….waving poetry like a flag
………………….in a wind that burns as it blows.

- I Lost My Job & Wrote This Poem, Bruce Isaacson 

Mittwoch, 2. Dezember 2015

Black Dahlia bei schreiber&leser



 

Markus Prem's In der Bredouille (RUP)


Wer mit wenigen Worten das zum Ausdruck bringen kann, wofür andere ganze Seiten brauchen, der darf sich schon mal in gewisser Weise einen Ehrenkranz im so hart umkämpften Wortschlachts-Dschungel der untergründigen Lyrikszene auf die Brust tätowieren lassen. Der österreichische Querdenker Markus Prem geht mit brutaler Urgewalt unter der Fahne von Roland Adelmanns Rodneys Undergroundpress auf naiv- unschuldige Literaturlämmer los und zeigt ihnen, dass man auch mit kurzen Klingen schlachten kann. 69 Seiten pure Lust am Nichtstillstehen, am Nichtstummsein, am Nichtnurzugucken. Frei nach seinem Motto "Wenn weniger mehr ist, ist dann alles nichts?" lötet uns Prem mit seinem Querschnitt an lyrischer Schießwütigkeit einen formidablen Sprengsatz. Für Bestellungen weiterer kleiner Meisterwerke der etwas anderen Dichtkunst besucht bitte Rodneys Underground Press oder bestellt gleich hier: rodney@undergroundpress.de. Für mehr Infos über den Dichter Markus Prem geht's hier lang: www.premarkus.at

Und wer gleich mal zwei Kostproben braucht:


Schmelzpunkt

Sie verlangte
nicht die Seele.

Nur den
Körper.

Dafür liebte
er sie.

Und drang
ohne Umwege

in die Mitte
ihrer Existenz.

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Letztes Kapitel

Unter den Strahlen
einer roten Sonne

überwuchert
üppiges Pink
den fahlen Beton

verstummen
zittrige Worte in
dreckigen Höhlen

startet ein Shuttle
zu seiner
ersten Reise.

Montag, 30. November 2015

Das nächste Leben

Er schaute auf den Müll zu seinen Füßen und entdeckte die Gatorade-Flasche. Schon in Ordnung. Hatte er schon die ganze Zeit so gemacht. Er wandte sich ab, ließ es in die Flasche laufen. Das will ich nicht noch mal sehen, sagte der Fahrer. Wirst du auch nicht. Er schraubte die Flasche zu, verstaute sie warm und bierfarben in seinem Kampfrucksack.

aus


Donnerstag, 26. November 2015

Rogue Music - Glory Box

Der Soundtrack zum Zine

Lied 34


So don't you stop being a man
Just take a little look from outside when you can
Show a little tenderness
No matter if you cry

Mittwoch, 25. November 2015

Ein Plädoyer auf 413 Seiten

Ein letztes Mal umarmte ich Herbert und dachte darüber nach, was er gesagt hatte. Ich dachte an all die Ereignisse aus seiner Kindheit, mit denen sich das Gericht nie beschäftigt hatte. Ich dachte an all die Traumata und Probleme, die er aus Vietnam mitgebracht hatte. Unwillkürlich fragte ich mich, wo denn all diese Leute waren, als er sie wirklich gebraucht hätte? Wo waren all diese hilfsbereiten Menschen, als Herbert drei Jahre alt war und seine Mutter starb? Wo waren sie, als er sieben Jahre alt war und sich von körperlichen Misshandlungen erholen musste? Wo waren sie während seiner Jugend, als er mit Drogen und Alkohol kämpfte? Wo waren sie, als er traumatisiert und versehrt aus Vietnam zurückkam?
Ich sah den Kassettenrekorder, der im Gang ausfgestellt worden war, und beobachtete, wie einer der Uniformierten eine Kassette brachte. Zu den traurigen Klängen von "The Old Rugged Cross" zogen sie ihn aus meinen Armen.

aus


Ein Vortrag von Bryan Stevenson aus dem Jahre 2012:


The Old Rugged Cross:


Montag, 23. November 2015

Wenn es Nacht wird in New York




Ein absolut empfehlenswerter Bildband mit reichlich Textmaterial zu einzelnen Fällen des NYPD in den Jahren 1910 - 1920. Kürzlich erschienen im Emons Verlag. Mit einem Vorwort von Joe Bausch. Mit ca. 200 Schwarz- Weiß-Fotografien und original Zeitungsartikeln. Gebunden mit Schutzumschlag. ca. 240 Seiten. ISBN 978-3-95451-730-5.


Das Copyright der Bilder liegt bei: NYC Department of Records & Information Services/Municipal Archives.

Samstag, 21. November 2015

Ein Bulle in der Bronx

Gerne würde ich meine jugendlichen Fehltritte als wichtigen Teil einer langen Kette von Ereignissen interpretieren, die mich unweigerlich dorthin geführt haben, wo ich heute stehe. Aber was auch immer ich in jungen Jahren angestellt habe, hätte mich genauso auf ein Leben vorbereiten können, das sich auf der anderen Seite der Gitterstäbe abspielt. Ich kenne beide Seiten, weiß welche mir lieber ist.

aus


(im Ankerherz Verlag erschienen)

Freitag, 20. November 2015

11/22/63 - Erster Teaser

Zur Verfilmung eines der besten Stephen King Bücher der letzten Jahre ("Der Anschlag") gibt es jetzt den ersten Teaser. Wann die Mini-Serie in Deutschland erscheinen wird, ist noch unklar. (US Termin ist Februar 16).



Lesen:


Mittwoch, 18. November 2015

H. P. Lovecraft's "The Colour out of Space" von Andreas Hartung & The Dunwich Orchestra

Comiczeichner Andreas Hartung erkundet in seiner Horror-Comic-Bildershow “The Colour out of Space” die langsamen, quälenden Seiten von H. P. Lovecraft.

Langsam, düster und schwer: So lässt sich die kleine, gemeine Horrorgeschichte "The Colour out of Space" von Großmeister H. P. Lovecraft beschreiben, die Comiczeichner Andreas Hartung als finstere Episoden-Bildershow neu in Szene setzt. Dabei folgt ein Bild auf das andere – kein Text, kein Dialog, keine Liebesgeschichte.

Sprachloses Grauen weltweit

Lovecrafts überbordende, adjektivgetränkte Schreckensprosa wird durch ein wortloses Grauen ersetzt. Sprachbarrieren gibt es nicht. Die Adaption nimmt die Atmosphäre und den Horror der lovecraft’schen Geschichte ernst und zelebriert sie – auch die grotesken Elemente.

Die atmosphärische Instrumentalmusik des Dunwich Orchestra untermalt die wonnig-finstere Bilderwelt Hartungs mit schweren, experimentellen Drone-, Americana- und Postrock-Klängen. "The Colour out of Space" ist ein Horror-Comic-Experiment in Düsternis, Wortlosigkeit und Entschleunigung.

Umsetzung

Die Umsetzung erfolgt in fünf Teilen, welche zwischen drei und zwölf Minuten lang sind. Veröffentlicht werden die Kapitel im Internet.

Das erste Kapitel ist nun online:



Um die Finanzierung der folgenden Kapitel abzudecken wurde auf Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. 

Mehr Infos zu dem Projekt, der Crowdfunding-Kampagne, Andreas Hartung und dem Dunwich Orchestra unter www.the-colour-out-of-space.com

Dienstag, 17. November 2015

Rogue Music - Just Plain Bad

Der Soundtrack zum Zine

Lied 33
 
 
My happy days are over
My good time days ar through
My prison days have just begun
All on account of you
The things they said were so full of spite
They said you were no good
Nobody left the fucking bar that night
Until they understood

Montag, 16. November 2015

Im Untergrund

Unter den Haaren verbarg sich das tote Gesicht des Mannes, der sich Al nannte und der in der Früh gekommen war, um tausend Dollar einzufordern. Offenbar war er einmal zu oft gekommen. Die Vorderseite seines Hemds war blutgetränkt von den Stichwunden in der Brust. Er roch nach Whisky.

aus


Samstag, 14. November 2015

The Photography of Markus Henttonen




 aus


Der Bildband "Twisted Tales - Road to Hope" von Fotograf Markus Henttonen
erschien im Hatje Cantz Verlag.

Große Bilder zwischen Hoffnung und Einsamkeit. 

Mehr Infos gibt's hier: www.markushenttonen.com

Donnerstag, 12. November 2015

Poem of the Day


the 3rd shot

stopped the twitch
in julene’s left
cheek but she wanted
to be sure it had
gone away so she
borrowed lefty’s
red man packed a
big one next
to her teeth &
held it there
for as long as she
cd but when the
tobacco juice
leaked down
her throat
she let go
brown gobs
of it all over
the bottle but
that was ok the
whiskey inside
still tasted good

 - Death Rides The Blood, Todd Moore

Montag, 9. November 2015

Der verlorene Sohn

Ich könnte etwas lesen, dachte ich. Endlich könnte ich etwas lesen, sagte ich mir. Seit zwei Jahren lese ich nur noch Schreckensmeldungen in der Zeitung. Ich interessiere mich nur noch für Schreckensnachrichten und Bücher über Serienmörder. Nur noch für offene Ausbrüche des Bösen, für die Hermeneutik des Bösen habe ich keine Kraft mehr, das habe ich hinter mir.

aus


Donnerstag, 5. November 2015

Scotts und Zeldas Roadtrip nach Alabama

Dann verschwand auch die Stadt, bewegte sich fort von uns und blieb zurück, und wir, die unfreiwillig im Einklang mit der Jersey-Fähre vibrierten, bedauerten all die fernen Gesichter, hätten fast geweint um sie, die nichts von dem Sonnenschein erlebten, den wir genießen würden, die weder die Biscuits noch die Pfirsiche kosten und auch nicht von Morgendämmerung bis Mondaufgang den weißen Straßen folgen würden ... Jung zu sein, unterwegs zu sein zu den fernen Bergen, dorthin zu reisen, wo das Glück an Bäumen reift, ein Ring, den man im Turnier erstreitet, ein strahlender Siegeskranz, den es zu gewinnen gilt. - Es war immer noch machbar, dachten wir, zumindest war es eine Zuflucht vor der Langeweile und den Tränen und der Enttäuschung der ganzen stillstehenden Welt.

aus

 

Notes I Found In Pigtown - Geschichten aus dem Viertel (35)

Herbstinfarkt

Die Bäume sind wieder kahl. Alles, was vor wenigen Wochen noch oben hing und bunt war, liegt nun wie Müll auf der Straße. Es ist still. Je mehr man versucht, etwas in dieser Ecke zu hören, desto stiller wird es. Mauern um einen herum, mit nur einem kleinen Ausgang. Was sich anfangs noch wie ein Spaziergang durch die milde Nachmittagsluft an einem Sonntag anfühlte, verwandelte sich schnell in eine Flucht bis man schließlich in die Sackgasse geriet und sich zwangläufig die Frage stellte, warum man überhaupt losgegangen ist. Je schneller du gehst, desto weiter entfernt sich dein Ziel. Nun stehe ich neben der Mauer, lausche auf eine Hoffnung und schmecke das Nichts, das in der Luft liegt. Ich bewege mich weg. Irgendwo fahren Autos, schreien Ehemänner und Ehefrauen sich gegenseitig an, aber hier regt sich nichts. Eine schöne Gesellschaft habe ich mir gesucht. Ein warmes Plätzchen auf dem Mond. Irgendwo klingelt ein Telefon. Ich blicke zwischen den nackten Ästen hindurch und höre das Echo des Läutens. Irgendwo klingelt ein Wecker auf einem kleinen Nachttisch. Eine Faust setzt sich darauf und verstummt das Telefon gleich mit. Ich gehe weiter, weil es geht. Ein schnelles, dickes Gefährt zerreißt die Stille, bunte Kleider wehen aus den geöffneten Türen und Fanfaren trällern, wie kleine Kinder, die ein Geschenk erwarten. Mein Hunger ist besser als dein Geschmack, großer Mann. Alles vergeht, weil es geht. Eine alte Frau schiebt ihren Enkel in einem Rollstuhl über das Laub. Sie nähern sich und ich kann das blasse, verzerrte Gesicht des jungen Mannes sehen. Seine Augen blicken starr zur Seite, aus seinem Mundwinkel läuft der Speichel auf seine Schulter und ich denke mir, träumt er oder ist er krank? Aber vielleicht ist es auch mein Traum... mein Infarkt.

- MM

Dienstag, 3. November 2015

Evans & Kane


Walker Evans
3. November 1903 - 10. April 1975




Bob Kane
24. Oktober 1916 - 3. November 1998

 

Montag, 2. November 2015

Nachtschicht in Manhattan

Es war St. Patrick's Day, die schlimmste Nacht des Jahres für die NYPD-Nachtschicht, jene Handvoll Detectives, die unter Billys Kommando zwischen eins und acht für Manhattans sämtliche Verbrechen zuständig war, von Washington Heights bis runter zur Wall Street, solange deren Reviere nicht besetzt waren. Es gab noch weitere schlimmste Nächte, Halloween zum Beispiel und Silvester, aber St. Patrick war die hässlichste, mit der spontansten und primitivsten Gewalt. Stiefelabsätze, stumpfe Gegenstände, Fäuste - eher Stiche als OPs, aber ziemlich böse Entladungen.

aus


Samstag, 31. Oktober 2015

Happy Halloween!


As the sun slowly began to slip below the horizon, kissed the lightly clouded sky with shots of purple, orange and red, as though it was on fire, the day began to lose its daily battle with the early evening and the upcoming night. The screams of children began to echo through the tree lined side streets of the small suburban town. Their sounds of terror found their way into each house along the tree lined street.

- aus "Treats", Shaun Meeks (aus der aktuellen Ausgabe)

Wer noch mehr Terror braucht, bestellt sich die Monsterausgabe unter rogueblogue@gmail.com

HAPPY HALLOWEEN EUCH ALLEN!