Samstag, 31. Oktober 2015

Happy Halloween!


As the sun slowly began to slip below the horizon, kissed the lightly clouded sky with shots of purple, orange and red, as though it was on fire, the day began to lose its daily battle with the early evening and the upcoming night. The screams of children began to echo through the tree lined side streets of the small suburban town. Their sounds of terror found their way into each house along the tree lined street.

- aus "Treats", Shaun Meeks (aus der aktuellen Ausgabe)

Wer noch mehr Terror braucht, bestellt sich die Monsterausgabe unter rogueblogue@gmail.com

HAPPY HALLOWEEN EUCH ALLEN! 

Freitag, 30. Oktober 2015

Rogue Music - Drink With The Living Dead

Der Soundtrack zum Zine

Lied 31


when it's six to midnight and the boney hand of death is nigh
you better drink your drink and shut your mouth
if you draw against his hand, you can never win
go ahead… drink with the living dead

Dienstag, 27. Oktober 2015

The Raven & Lou

Heute vor genau zwei Jahren trafen sich Edgar Allan Poe und Lou Reed zum ersten Mal. Passend zur Jahreszeit und diesem schaurigen Ereignis hier Lou's "A Thousand Departed Friends" aus dem Album "The Raven":



...und weil wir gerade vom Raben sprechen, hören wir ihn uns gleich mal an. Ein Klassiker für die dunklen Stunden. Besonders wenn er vorgelesen wird von Billy Drago*!



*der Mann, der Sean Connery erschoss

Sonntag, 25. Oktober 2015

Gedicht des Tages

Wenn die Nebel aus den Wiesen steigen,
Werd' ich mir die Haut aufschneiden.
Zwei Faden unterm Schlüsselbein,
Lass' ich das weiße Meer hinein.

Ich steche mir die Augen aus,
Ohne Fenster ist das Haus.
Schlag' mir schön den Schädel ein,
Dann schneit es und mein Hirn friert ein.

Ich hacke meine Brust aus Spaß,
Es regnet und mein Herz wird nass.
Öffne meine dicken Venen
Und schenk' dir Sträuße roter Tränen.

Ich schneide wie ein Blatt Papier
Jeden Tag ein Stück von mir.
Leg' dir die Teile auf die Stirn,
Versenke sie in deinem Hirn,
Bis ich winzig und ganz klein
Zieh' dann in deinen Körper ein.

Ich werde auf deine Brüste steigen
Und mir selbst die Aussicht zeigen,
Durch die Lippen kriechen müssen,
Kann ich deine Zunge küssen.

Der Leberfleck auf deinem Bein
Soll meine kleine Insel sein,
Die kleine Narbe wird mein Nest.
Ich halt' mich an den Härchen fest,
Wenn du das blasse Kleid anziehst,
Und weine, wenn du Märchen liest.

- Nebel (aus "Das Messer"), Till Lindemann

Donnerstag, 22. Oktober 2015

ROGUE NATION 02/05 IST RAUS!


Liebe Freunde der Nation,

nun ist es an der Zeit, euch den blanken Horror zu präsentieren. Wenn die Tage kürzer werden und die Kreaturen der Nacht aus ihren finsteren Löchern kriechen, sehnt man sich nach einem Ort, der einem Schutz bietet. Sucht einfach weiter! Hier spritzt das Blut und rollen Köpfe! Bösderbe Horrorstories aus den Federn von Shaun Meeks, Iain Rob Wright, Stefan Barth, Charly Blood und Julian Drescher. Alles inmitten der morbiden Rogue Horror Picture Show des Illustrators Giuseppe Cristiano.  

Die Monsterausgabe diesmal mit 84 Seiten!

Wer sich traut, bestellt unter rogueblogue@gmail.com
Heft 3€ plus 1€ Porto.

Ladet nach und wartet auf das Klopfen!

Die Nation wünscht ein schreckliches Wochenende!
- MM

Mittwoch, 21. Oktober 2015

Kalter Schuss ins Herz

Es war zur Gewohnheit geworden. Ein paar Monate Normalität. Entspannung. Das Geld würde zur gleichen Zeit knapp werden wie die Langeweile zunahm. Sie würde auf eine Nachricht warten, einen Anruf aus Kansas City oder St. Louis oder Phoenix oder einem Dutzend anderer Städte. Sie würde sich anhören, was sie zu sagen hatten. Meist wäre sie dann wieder an der Arbeit - und der Kreislauf würde wieder beginnen. Nicht gerade viel an Zukunft, das wusste sie. Aber es war zurzeit das einzige Leben, das sie aushalten konnte.

aus


Dienstag, 20. Oktober 2015

Rogue Music - The Coal Mine Fall

Der Soundtrack zum Zine

Lied 30


i've been breaking down these old homes
i've been waiting for the people to pray
does your house look like a home 

when it's sliding on into the lake
and when the darkness falls 

will you be riding that southbound train
and cut your coal to burn 

and fill your heart with flames

Sonntag, 18. Oktober 2015

Free Willy

Mitten in der Nacht wachte Leroy Kervin auf und sah, dass er in einem Krankenhauszimmer lag. Seine Arme und Beine waren am Bett festgebunden und hinter ihm brannte eine trübe Lampe. Er konnte Menschen auf dem Flur reden hören, spürte den Schmerz in seiner Brust und den Schlauch in seiner Kehle. Er geriet nicht in Panik; er sah einfach, wo er war, und wollte dort nicht sein.

aus


Hier noch ein Auszug aus einem Interview mit Willy über "Die Freien":

RN: This is our third interview already. The last one we had was almost three years ago. Back then you have just finished a new record for Richmond Fontaine called “The High Country” and were working on a novel about a nurse. I assume the novel you were working on back then was “The Free”, which was just released this month in the US. How satisfied were you with the working process of the book?

Willy: It was the hardest book I’ve ever written. The three main characters, the intertwining of them and the serious nature of the book about did me in. I re-wrote it 13 times. A real tough one.


RN: When did “The Free” really started in your head?

Willy: I guess it began around 2009 with two songs, A LETTER TO THE PATRON SAINT OF NURSES and 43 off the RF record WE USED TO THINK THE FREEWAY SOUNDED LIKE A RIVER. They were ideas that grew from songs and finally I started the novel.


RN: You’ve been pretty loyal to your style and characters. What I really like about this book and your past work is when reading your stories one is instantly hooked to the story. After the first few lines you are there knocked back in the chair, reading and reading...did you cut a lot out from your first draft?

Willy: I always edit a lot. I tinker endlessly so the drafts changed quite a bit. What didn’t change are the ideas of the book and the three main characters. As far as loyalty to my style and characters. They’re what I know. I like working class stories because those are the stories and people I know, that I understand.


RN: One of the characters is an ex-soldier who was wounded in Iraq, the other one is a guy who works two jobs to make ends meet. Two subjects that are constantly on the agenda in American politics. How frustrated is it to hear these things on the news knowing it will probably go on for years or maybe never stop?

Willy: Obviously the US involvement in Afghanistan and Iraq is distressing to say the least. Besides civilian casualties the thing that I can never quite shake is our soldiers getting hurt. And they say this is the war of brain injuries and what an injury that is. I always try to write about the things that haunt me or scare me or upset me or I’m trying to lay to rest. Soldiers are generally working class and poor and they’re usually the ones that get it the worst. I’m not a soldier and I’ve never been in the Army so it’s not my place to write about war, but most everyone experiences taking care of someone with a long term illness or injury. And that idea led me to think about the health care system in the US and my families own struggles with trying to get health insurance.

erschien in Jahrgang 1 - Ausgabe 8:


Freitag, 16. Oktober 2015

Die Nation unter Druck

Liebe Freunde der Nation,

es gab kleinere Verzögerungen beim Drucker, aber nun dürfte es nicht mehr lange dauern und die fünfte Ausgabe des Rogue Nation Magazins wird euch in die Briefkästen geschossen. Spätestens zu Halloween ist der Ärger da! Eine echte Monsterausgabe. Blutig, derbe, höllisch gut!
Bis es soweit ist, üben wir uns in Geduld und denken ein wenig über alles nach...

 (c) Giuseppe Cristiano
 

Dienstag, 13. Oktober 2015

Es brennt!

Wasser ist das Gegenteil von Feuer. Oder vielleicht das Gleiche. Es tötet dich, wenn du es zulässt. Doch du kannst es kontrollieren und in ihm abtauchen, in dem Wissen, wieder aufzutauchen.
Manchmal schlief ich zur selben Zeit wie die Kleine, nachdem ich sie auf die Stirn geküsst und das Licht ausgeschaltet hatte. In anderen Nächten war ich unruhig, las stundenlang in den Akten, träumte von den Angehörigen der Toten (die noch nicht angekommen waren) oder von den Verstorbenen selbst. Die Familienangehörigen waren genauso erschüttert, wie man es erwarten würde. Die Toten waren für immer ruhig. Mehr als ein Mal wachte ich schaudernd auf, nachdem ich von der Leiche mit gekreuzten Armen geträumt hatte, die aus Nase und Ohren qualmte wie ein schlecht gelöschtes Lagerfeuer, die Haut an den Armen hochgekrempelt wie ein Hemd.

aus


Sonntag, 11. Oktober 2015

Notes I Found In Pigtown - Geschichten aus dem Viertel (34)

Das fünfblättrige Kleeblatt

Ich trug den silberen Anhänger mit dem fünfblättrigen Kleeblatt noch nicht mal eine Woche und dann das. In der Straßenbahn sah ich das schwarze Lederportemonnaie auf dem Sitz liegen. Weit und breit war niemand zu sehen. Ich setzte mich und klappte es auf. 15 Euro lagen darin. Ich sah mir den Peronalausweis des Mannes an. Ich betrachtete sein Foto, schaute mir seine Bankkarte und seine Kundenkarten von einigen Läden an. Ich kannte ihn nicht und hatte ihn, soweit ich mich erinnern konnte auch zuvor noch nie gesehen. Wieder zu Hause legte ich einen Anhänger wie meinen in die Brieftasche und gab sie am nächsten Tag in der Straßenbahn beim Fahrer ab.
Zwei Wochen später sah ich ihn wieder. Ich erkannte sein Gesicht. Er stand auf und kam in meine Richtung. Kurz vor mir blieb er stehen und wartete an der Tür auf die nächste Station. Er drehte seinen Kopf, um aus dem Fenster hinter sich zu schauen. Eine Kette baumelte an seinem Hals. Das Kleeblatt mit fünf Blättern hing daran. Er schaute etwas überrascht, als er mich grinsen sah.
Fünf sind noch besser als vier, oder?“ sagte ich.
Und wie, habe mehr wiedergekriegt, als ich verloren hatte.“
Er lächelte. Die Bahn hielt und er stieg aus. Meine Station folgte. Ich stand auf und ging zum Ende des Waggons. Ohne einen Blick auf den Platz, auf dem er saß zu werfen, stellte ich mich vor die Tür und wartete bis wir hielten. 

- MM 

Mittwoch, 7. Oktober 2015

Wer suchet, der findet

"Du bist ein Trottel", sagte Rothstein. Urplötzlich verspürte er eine Art Ekstase. "Du hältst dich für klüger als deine Kumpane, aber das bist du nicht. Wenigstens wissen die, das man mit Bargeld wirklich etwas anfangen kann." Er beugte sich vor und starrte in das bleiche, von Sommersprossen übersäte Gesicht. "Weißt du was, du Jüngelchen? Wegen Typen wie dir hat das Lesepublikum so einen schlechten Ruf."
"Letzte Warnung", sagte Morrie.
"Scheiß auf deine Warnung. Und scheiß auf deine Mutter. Erschieß mich, oder verschwinde aus meinem Haus."
Morris Bellamy erschoss ihn.

aus


Dienstag, 6. Oktober 2015

Rogue Music - Little Sister

Der Soundtrack zum Zine

Lied 29


Every time I see your sister
Well, she's got somebody new
She's mean and she's evil
Like that old Boll Weevil
Guess I'll try my luck with you

Freitag, 2. Oktober 2015

Ein Dreier zum Wochenende


Den Hut in der Hand, stand er vor dem noch frischen Stück Erde. Fünfzig Jahre war die Frau bei seiner Familie gewesen. Hatte seine Mutter als Baby behütet; hatte bereits vor deren Geburt auf der Ranch gearbeitet; hatte die schon so lange toten Onkel seiner Mutter, die wilden Grady-Jungen, noch gekannt und versorgt. Und den Hut in der Hand, stand er da, nannte sie seine Abuela und sagte ihr auf Spanisch Lebwohl; dann wandte er sich um, setzte den Hut auf, drehte das nasse Gesicht in den Wand und streckte einen Moment land die Arme aus, als suche er festen Halt, als segne er die Erde oder wolle die Welt in ihrem Dahinwirbeln bremsen, die Welt, die sich um die Alten und Jungen, die Reichen und Armen, die Dunklen und Hellen, um ihn oder sie nicht zu scheren schien. Nicht um ihre Kämpfe, nicht um ihre Namen. Nicht um die Lebenden und nicht um die Toten.

- All die schönen Pferde, Cormac McCarthy

Donnerstag, 1. Oktober 2015

Jetzt raus: Sicario


Einer der besten Filme des Jahres. 
Auch wegen des fantastischen Soundtracks
von Jóhann Jóhannsson. 
Hier ein paar Kostproben: