Dienstag, 12. Januar 2016

Comicdebüt mit 30 Jahren Krieg


Lukas Kummer
DIE VERWERFUNG

Der dreißigjährige Krieg tobt in Europa. Schweden, Dänen, Holländer, Franzosen, Deutsche, Katholiken, Protestanten, Habsburger und Österreicher bringen es immer wieder zum Qualmen. Ein Konflikt, bei dem man schnell den Überblick verlieren kann.
Wir schreiben das Jahr 1646. Apokalyptische Zustände herrschen auf dem Kontinent. Der junge Comiczeichner Lukas Kummer nimmt sich einen bisher eher unpopulären Krieg als Schauplatz seiner Odysseegeschichte um die Geschwister Krainer, Jakob und Johanna. Verloren, betrübt, müde und ausgehungert kämpfen sie sich ihren Weg durch ein Niemandsland, zwischen Galgenbäumen, geschundenen Leichen und Kriegsruinen. Auf dem Weg gen Westen. Dort, wo alles besser werden könnte. Ein Antikriegscomic, der durch seine dezenten Zeichnungen das Grauen in fast schon besinnlichen schwarz-weiß Bildern erzählt. Eine Ambivalenz, die aber auch durchaus ihren Reiz hat. Eindringlich und klar strukturiert verzichtet der junge Künstler (Jahrgang 1988) auf Farbe und zuviel Pathos. Sein Band "Die Verwerfung" ist sein Debüt und gleichzeitig ein guter Einstand in der Welt der sprechenden Bilder im Buchformat. Für Fans von historischen Kriegsgeschichten, die ein Hauch von Remarque abbekommen haben und hier und da an McCarthys "Die Straße" erinnern. 

120 Seiten, ISBN 978-3-943547-25-2 , Zwerchfell Verlag, 20,00 €

Mehr Infos zu Lukas Kummer gibt's hier: http://kummersblog.blogspot.de/ 

Mehr Infos zum Verlag und dem Comic:  zwerchfellverlag.de



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