Donnerstag, 21. April 2016

C'est la vie!



Léo Malet
DAS LEBEN IST ZUM KOTZEN

Der Titel ist Programm. Es beginnt mit einem Raubüberfall auf einen Geldtransporter. Schüsse fallen, es läuft alles nicht so, wie man sich das vorgestellt hat. Aber wann lief es denn schon mal so? So ist das Leben. Es ist zum Kotzen. Schwärzer als Holzkohle aus der Hölle malt der französische Autor und Anarchist Léo Malet seine Geschichte um den pessimistischen Gauner Jean Fraiger. Getrieben von Hass, Liebe und brutaler Verzweiflung, tief versunken im Tal der tausend Tränen, umgeben von den schönen Augen seiner Gloria, die doch, ach so weit entfernt ist, ach, nur ein Traum ist. Dieses verdammte Leiden, dieses verdammt Leben. Umgeben von Huren und Schlampen, von Idioten, Besserwissern und Schlappschwänzen. Der Beginn der schwarzen Trilogie ist ein Aufschrei aus der Gosse, ein Roman, der nicht nach Anerkennung lechzt und trotzdem aus Wasser nicht Wein, sondern hochprozentigen Schnaps macht. Profan, gewaltig, sexistisch und jede Silbe ein tiefer Schlag durch die Mauer konventioneller Kriminalliteratur heraus ans schwarze Licht tiefster Abneigung gegenüber mir und dir. This is fucking Noir... fucking Malet. Eben....fucking Life! C'est la vie, Cherie! Weitere Bände der Serie findet Ihr bei Edition Nautilus. Suspensorium anlegen nicht vergessen!

160 Seiten, 978-3-89401823-8, Edition Nautilus, 14,90 Euro

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