Mittwoch, 31. August 2016

Sonntag, 28. August 2016

ROGUE NATION 03/01 lesen...



Wer es bisher verpasst hat oder nicht finden konnte, hier noch einmal der Link zur ersten Ausgabe im dritten Jahr: ROGUE NATION 03/01

Die Nation wünscht einen schönen Sonntag! 

Samstag, 27. August 2016

Der Säufer und das Meer


Ottessa Moshfegh
McGLUE

McGlue ist ein selbstzerstörerischer, hoffnungslos versoffener Seemann, der wirklich überhaupt kein Licht mehr am Horizont sieht und Ottessa Moshfegh ist die neue literarische Stimme, die mit diesem Debüt mal eine echte Kerbe ins Holz geschlagen hat. Unmöglich zu ignorieren. Ein Protagonist mit brennender Seele und eine Autorin mit leidenschaftlichem Erzählstil. Da reichen auch knapp 140 Seiten aus, um die Botschaft zu vermitteln und um nach der letzten Seite den Hut zu ziehen. Ein weiterer Titel aus dem Liebeskind Verlag, den man sich für den Sommer anschaffen sollte. Dort die strahlende Sonne und hier die raue See, mal im Golf von Biskaya, mal auf dem Land in Massachusetts, mal im Bauch des Schiffes, wo es nach Scheiße und Kotze stinkt.
Es ist das Jahr des Herrn um 1851. Es ist das Leben, das man nur betrunken erträgt. Es ist das Leben von Nicky McGlue. In kurzen Kapitel oder Episoden erzählt der Seemann von seinem Leid und seinen Lastern, er ist der Herumtreiber, der einen gespaltenen Schädel hat, weil er einst aus einem fahrenden Zug gesprungen ist, aber von Johnson von der Straße geholt wurde bevor es zu Ende geht und der des Mordes an genau diesem Johnson beschuldigt wird. Moshfegh verliert nicht mehr Worte, als sie muss und schreibt ein erstklassiges Debüt. Ihren Fokus stets auf ihre Hauptfigur gerichtet, lässt sie uns alle hautnah an diesem verkorksten Dasein teilhaben, ohne den Bogen zu überspannen. Der 35jährigen Autorin aus Boston mit iranischen und kroatischen Eltern ist durchaus eine erfolgreiche Karriere zuzutrauen. Ihr zweites Buch "Eileen" ist kürzlich in den USA erschienen. Man darf gespannt sein, wann es auf den deutschen Markt kommt. Ein große Fahrt steht bevor, Ms. Moshfegh.

144 Seiten, ISBN 978-3-95438-067-1, Liebeskind Verlag, 16,00 €

Donnerstag, 25. August 2016

Notes - ein Gedicht

Flucht vom Friedhof

In großer Eile
und so ungewiss
fragend wo
der Ausgang is'

sein alter Verstand
sonst so frisch
doch an diesem Abend
mit Angst gemischt

die Dunkelheit
sie kehrt nun ein
das Tor
es wird verschlossen sein

er vergaß die Zeit
und nun so flink
nun grübelnd
wie ihm nur die Flucht gelingt

er kommt zum Zaun
und packt fest zu
bringt sein Körper
hoch im Nu

die spitzen Eisen
steh'n oben rum
die Kraft verläßt ihn
just im Sprung

die Eisennadel
bohrt sich gleich
hinein
in den alten Unterleib

in ihm der Schock
der Eisenpflock
das Blut, es tropft
es hängt der Kopf

die Ironie, sie hat ihn
bezwungen
vom Friedhof
in den Tod gesprungen

 - MM

Montag, 22. August 2016

Hollywood Confidential & Dennis Hopper


Kürzlich liefen zwei sehr gute Dokus auf arte. "Hollywood Confidential" & "Dennis Hopper: Uneasy Rider". Wer sie verpasst hat, kann sie sich in der arte- Mediathek noch einmal anschauen:




Donnerstag, 18. August 2016

Wolf Mother


Noch ohne deutschen Termin, aber der Trailer sieht
schon mal ganz interessant aus:


Dienstag, 16. August 2016

SHOT


Das SHOT Projekt von Kathy Shorr zeigt 101 verschiedene Menschen aus den USA, die Opfer von Schusswaffen wurden.


Noch mehr Fotos, sowie die dazugehörigen Stories findet Ihr unter http://shotproject.org/#story

Der fertige Fotoband soll Anfang 2017 erscheinen.

Mittwoch, 10. August 2016

Southbound & Kong


Der Highway to Hell ab 13. Oktober auf DVD...



...und ein ganz Großer kommt auch wieder ins Kino! Eines der berühmtesten Filmmonster, auch bekannt aus den Doc Savage Pulp-Abenteuern und zahlreichen Comics:


Könnte ein schönes Kinoerlebnis werden, wenn auch erst im Frühjahr 2017.


 Hier trotzdem schon mal ein Trailer zur Einstimmung:

Sonntag, 7. August 2016

Notes on Notes

 
Marc Mrosk, einer der sehr Umtriebigen, legt mit Notes I found in Pigtown eine Sammlung Stories vor, kurze Stories, Shorties für das Leserherz zwischen Wartesaal und eigener Beerdigung. Man merktz den Texten an, dass Mrosk ein true-crime und hard-boiled-Maniac ist; direkt, ohne Umschweife, filterlos kommt er zum Punkt. Mit Glück und Harmonie ist weniger zu rechnen, die einzelnen Stories tragen Titel wie "Asche zu Asche", "Schüsse in die Fenster" oder auch ganz einfach "Hinterhofbegräbnis."
Wahrlich schön, dass einem immer wieder auch noch solche Dinge der Einfachheit ins Haus flattern. Weiter so, Ganoven-Ede!

- Urs Böke / http://www.ratriot.de/aktuelle-propaganda/ 

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Wenn es etwas auf dem deutschen Literaturmarkt gibt, was mir wirklich fehlt, dann sind es ganz lebendige Geschichten, die jemand einfach von der Straße aufgesammelt hat. Ja, natürlich gibt es auch gute deutschsprachige Autoren. Aber was fehlt, ist die Vielfalt, und dazu gehören nun mal auch die Geschichten, die nicht ganz so zahm daherkommen. Wo Themen nicht zwangsweise politisiert werden oder aber es sich um irgendwelche Mittzwanziger dreht, die viel trinken, viel Sex haben und in deren Geschichten möglichst oft “ficken” oder “Schwanz” vorkommt. Es fehlen Geschichten von Menschen, die beobachten, den Blick auch mal nach unten schweifen lassen und sich ihre Inspiration von den Momenten holen, in denen nicht alles geradlinig oder nur oberflächlich turbulent verläuft. Klar ist, dass es zwar kleine Verlage gibt, die sich auch gerne unbekannten Gesichtern mit ganz neuen Ansätzen widmen, aber leider bedarf es für diese Form auch einen gewissen Erfahrungsschatz, den man nun mal nicht an jeder Ecke finden kann. Ansonsten wirkt das Ganze häufig blass und aufgesetzt.
Mit seinem in Eigenregie herausgegebenen Band “Notes I Found In Pigtown”, der auf Deutsch geschrieben ist, auch wenn der Titel anderes vermuten lässt, überschreitet der Autor Marc Mrosk mit Leichtigkeit die Grenze der literarischen Bequemlichkeit. In 50 knappen Beobachtungen entführt er seine Leser in einen kleinen und geschlossenen Kosmos, in dem einen stets ein beklemmendes Gefühl begleitet. Mal geht es um Tim, der seit 15 Jahren kein Date mehr hatte, von einer offensichtlichen Angststörung geplagt wird, und dennoch den Schritt in Richtung Liebe wagt. Dann gibt es einen Namenlosen, der die Erfahrung der unglaublichen Leichtigkeit macht, aber einem anderen damit den Schlaf raubt. Neben der Anspielung auf Milan Kunderas wohl bekanntesten Werk begegnet uns auch Alice im Wunderland in Form einer Stoffpuppe, die unliebsam auf der Straße landen muss. All das sind kurze Beobachtungen, die mal ganz realistisch zu Tage treten, und mal wirken, wie aus einem Film entsprungen. Sie lassen Bilder im Kopf entstehen, die sich häufig in flimmernden Grautönen abspielen. Und zwischen all den Momenten, in denen man sich beim Lesen nicht mehr ganz so wohlfühlt, gibt es eben auch diejenigen Momente, in denen sich so etwas wie ein gutes Ende an eine der Geschichten hängt.
“Notes I Found In Pigtown” ist ein gelungener Erzähl-Band, den man als Sammlung schriftstellerischer Kurzfilme bezeichnen kann. Das einzige Manko ist, dass die Geschichten schlicht und ergreifend zu kurz sind. Wer sich nämlich einmal in diesen Kosmos hineingwagt hat, so unbequem er auch sein mag, möchte gerne mehr erfahren. Mehr von den einzelnen Person, mehr von den einzelnen Geschichten. Und man möchte sich gerne auch noch mehr von dieser nüchternen und klaren Sprache des Autors erzählen lassen, anstatt nahezu im Minutentakt von einem Moment zum nächsten geschleudert zu werden. Doch gerade diese nahezu surreal und direkt wirkende Beobachtungsweise zieht einen mit und fasziniert beim Lesen. Woran es liegt, dass die Geschichten nicht länger und ausgedehnter sind, weiß niemand, außer der Autor selbst. Aber vielleicht kommt von Marc Mrosk noch irgendwann ein Roman im Stil von Willy Vlautin oder ein knackiger Kurzgeschichten-Band mit längeren Lese-Einheiten, um den deutschen Buchmarkt einmal mehr um eine vermisste Nuance zu erweitern.

- Susanne Haupt / http://www.langeleine.de

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Heftbestellungen an rogueblogue@gmail.com / Preis: 4€ plus 1€ Porto. 

Donnerstag, 4. August 2016

The Fear of 13


Sehenswerte Doku über einen ehemaligen Autodieb und Drogensüchtigen, der plötzlich in der Todeszelle landet. Doku gibt es bereits zu kaufen oder anzuschauen auf Filmplattformen wie Netflix.

Trailer


Mittwoch, 3. August 2016

Kaffee & Porno


"Es gab noch einen, Hastings, der war früher bei der Drogenfahndung, musste aber seinen Hut nehmen. Wir vermuten, Kelly hat dafür gesorgt, dass er seine Pension behalten durfte, aber wir wissen nicht wie, was wiederum heißt, dass irgendein hohes Tier sein Okay gegeben haben muss. IA geht davon aus, dass Kelly angeworben wurde, weil Hastings zu viel Aufmerksamkeit auf Eddie Vento gelenkt hat. Hastings hat in Bars und bei Glücksspielen die Hand aufgehalten und wurde in Ventos Bar in Williamsburg zusammengeschlagen. Der Witz an der Sache ist, dass der Mann, der Hastings die Fresse poliert hat, jetzt den ersetzt, der zuletzt die Filme rumgekarrt und die Kohle eingesammelt hat. Wird Johnny Porno genannt."
"Sympathischer Name", sagte Kaprowski. "Sie sollten ihn ins Leichenschauhaus einladen und ihm seinen Vorgänger zeigen. Dann überlegt er's sich vielleicht noch mal."

- Johnny Porno, Charlie Stella