Montag, 31. Oktober 2016

Santa Muerte

Passend zu Halloween eine interessante Doku über den Santa Muerte- Kult in Mexiko.
Spanisch mit engl. Untertiteln...


Sonntag, 23. Oktober 2016

Big Man Plans... Big Man Does


Eric Powell, Tim Wiesch
BIG MAN PLANS - Ein grosser Plan

Der Goon- Schöpfer ist ja mehr der Mann fürs Grobe. Harte Geschichten mit einem Anti-Helden, der sich die Zähne rasiert. Für Big Man Plans hat er sich mit Kumpel Tim Wiesch zusammengetan und einen Comic erschaffen, der es mal so richtig in sich hat. Mit Herz und Hammer nagelt sich der Killer-Zwerg durch sein altes Kaff in Tennessee und übt Rache. Vom Waisenhaus über den Krieg in Vietnam hin zu einem völligen Außenseiterleben das ihn hart gemacht hat. Da kann auch mal ganz schnell eine Bar in die Luft fliegen, wenn die Thekennachbarn zu frech werden. Powells und Wischs Vergeltungsstory, von der hier alle fünf Teile aus der Big Man Plans- Reihe erzählt werden ist brutal, böse und gleichzeitig ein Fest für die Augen. Der Comic lebt von den heftigen Bildern und spitzen Dialogen, ein tobendes Inferno, das nur etwas über 100 Seiten braucht, um seine ganze Pracht und Kraft zu entfalten. Weniger oder in diesem Fall kürzer ist manchmal mehr bzw. größer. Das Comicjuwel, das nicht unbeachtet bleiben sollte - perfekt für die dunklen und kalten Tage. Eigentlich sollte die ganze Geschichte noch brutaler aussehen, so Tim Wiesch im Interview, man möchte sich gar nicht ausmalen, was dann noch so alles durch die Gegend geflogen wäre. Big Man ist wahrlich groß. Ein paar Eindrücke gibt es weiter unten. Wer die harten, direkten und pulpigen Comics mag, kommt hier voll auf seine Kosten. Der absolute Hammer!

124 Seiten, ISBN 978-3-95798958-1, Panini Comics, 16,99 €

Leseprobe




Dienstag, 18. Oktober 2016

75 Jahre Die Spur des Falken


Vor genau 75 Jahren feierte der John Huston Film " Die Spur des Falken" mit Humphrey Bogart und Mary Astor in den Hauptrollen Premiere. Nach dem gleichnamigen Buch von Dashiell Hammett - man könnte sagen, der Film gab den Startschuss zur klassischen Film Noir-Ära...

Hier ein Überblick in Bildern: Film Noir Through the Years

Montag, 17. Oktober 2016

The Art of Marcus Jones




Pulpige Rockabilly- Bilder vom Künstler aus Bristol / England, der gerne mit berühmten Persönlichkeiten spielt. Noch mehr Screaming Demons gibt's auf Marcus Jones' Webseite unter http://www.screamingdemons.co.uk/

Video

Freitag, 14. Oktober 2016

Born to run & born to write....


Bruce Springsteen
BORN TO RUN

In diesem Jahr hat ein Musiker, ein Singer/Songwriter- Musiker den Nobelpreis für Literatur gewonnen. Es handelt sich dabei natürlich nicht um einen gewöhnlichen Musiker, der ein paar Hits zum Wohlfühlen hatte und dann sang- und klanglos wieder verschwunden ist und ausschlaggebend für diese Anerkennung waren logischerweise seine Texte. Die Rede ist von Bob Dylan. Jeder kennt Dylan und jeder kennt seine Lieder und die Kreise, die diese Lieder besonders durch die Texte gezogen haben. Auch wenn es hier nicht um Preise geht, zeigt es einmal mehr wie viel in einem Songtext stecken und wie viel gerade dieses literarische Subgerne bewegen kann, gerade, weil es durch die Musik noch intensiviert wird. So ein Schlag Singer/Songwriter ist auch Bruce Springsteen. Es sind nicht nur Melodien, die im Gedächtnis bleiben, sondern vielmehr sind es die Lyrics, die den entscheidenen Durchschlag haben. Bruce Springsteens erste Autobiografie ist ein weiterer Beweis dafür, wie sprachgewaltig der Mann aus New Jersey ist. Im Jahr 2009 fing er an diese Memoiren zu schreiben. Daraus ist schließlich ein ganzes Buch geworden und der Titel "Born to Run" hätte nicht besser gewählt sein können. Jahrzehnte ist der Musiker auf seiner ganz persönlichen Suche, die man aber auch als Flucht interpretieren kann. Springsteen erzählt auf beeindruckende Art und Weise in kurzen Anekdoten wie alles in seiner kleinen Welt in Freehold, New Jersey begann und schließlich bis hin zum großen Tempel weiterging. In der irisch-italienischen Arbeiterklasse, unter ständigem Einfluss der katholischen Kirche, mit der Wut im Bauch und der Verwirrung über das Leben und das Gefühl eine ganze besondere Mission zu haben wurde der Grundstein gelegt. Stilistisch abgerundet und authentisch offenbart Bruce seine Seele, seine Beziehungen zu den Menschen, die ihn begeleitet, geliebt und getroffen haben, über Auftritte, Songs, Tragödien, Verluste, Siege und Niederlagen. Die Flucht scheint dennoch nicht ganz beendet zu sein, denn noch immer findet er keine Ruhe, noch immer brennt er auf Bühnen und schreibt Lieder, die hängenbleiben. Weil es ehrlich und eindeutig ist, ohne überzogenen intellektuellen Festschmuck, der zwar glänzt, aber auch täuschen kann. Der Boss ist noch unterwegs...

We're gonna get to that place
Where we really wanna go
And we'll walk in the sun
But till then tramps like us
Baby we were born to run

...und er macht immer weiter. Always Tramps, always running, always Bruce! Das Album zum Buch ist ebenfalls erschienen und heißt "Chapter and Verse" mit 5 bisher unveröffentlichten Songs.
672 Seiten, ISBN 978-3-45320131-6, Heyne Verlag, 27,99 €




Donnerstag, 13. Oktober 2016

Rogue Film: Night Of The Living Dead


Halloween naht...Zeit mal wieder einen alten Horrorschocker
aus dem Videoregal zu holen. 
Romeros Zombieklassiker aus dem Jahr 1968...
 ...in schwarz/weiß....





Sonntag, 9. Oktober 2016

Bloodline



Fantastische Neo-Noir Serie über Intrigen, Geld und Mord im engsten Kreis der Familie. 
Staffel 1 und 2 kann man sich schon anschauen.
Die dritte Staffel kommt nächstes Jahr raus...





Freitag, 7. Oktober 2016

Im Diner der gottverdammten Träume


Richard Russo
DIESE GOTTVERDAMMTEN TRÄUME

Nicht ganz so tief drin im dreckigen Moloch, fernab von Mord und Totschlag, blutigen Intrigen, bösen Bullen, schießwütigen Gangstern, Drogen, Überfällen und sonstigem Pulp & Noir-Krawall, muss sich die Zeit genommen werden, um auf diesen besonderen Titel von Richard Russo aufmerksam zu machen. Diese gottverdammten Träume. Russos Sehnsüchte und Träume scheinen irgendwo in den amerikanischen von Krisen geschüttelten Kleinstädten zu liegen. Seine Figuren sind oftmals einsam, aber nicht unbedingt allein, traurig, aber trotzdem nicht ohne Humor. Er kann, was nur wenige können, und das ist, eine authentische Atmosphäre schaffen in der man sich wohfühlt, egal, was passiert, denn man weiß, hier ist ein Meister am Werk. "Diese gottverdammten Träume", der im Original "Empire Falls" heißt und 2002 mit Ed Harris, Paul Newman und Philip Seymour Hofman verfilmt wurde gehört zum besten Lesestoff in diesem Jahr und das kann man auch schon ganz zuversichtlich im Oktober behaupten. Es hat ganze 15 Jahre gedauert bis der Titel nun endlich auch in Deutschland angekommen ist. Völlig unverständlich und längst überfällig. Russo ist hier ein ganz großer Wurf gelungen und auch wenn ich selbst nicht unbedingt ein großer Freund von Auszeichnungen oder Preisen, besonders für Literatur bin, ist hier nichts gegen eine Pulitzerpreisauszeichnung einzuwenden, den er schon 2002 bekam. Aber auch ohne derlei Ehrung wäre das Buch, was es eben ist: schlichtweg beeindruckend und absolut gradlinig geschrieben und das lässt auf keiner der über 700 Seiten, wo die Geschichte von Miles Roby erzählt wird nach. Also macht euch auf, geht ins Diner, in dem Miles Roby in Empire Falls, einer Kleinstadt im US-Bundesstaat Maine arbeitet und träumt diese gottverdammten Träume.

752 Seiten, ISBN 978-3-8321-9824-4, DuMont Verlag, 24,99 €

Montag, 3. Oktober 2016

Noch mehr Stoff! Erneuter Aufruf!


Die Nation verlängert den Einsendeschluss für Texte (Kurzprosa, Gedichte & Essays)
bis zum 31.10.16.
Wer sich beteiligen möchte, schickt seinen Stoff an: rogueblogue@gmail.com

Gesucht werden Texte (bis zu ca. 10 Seiten pro Story- gern auch 1, 2 Seiten mehr) zum Thema "Drogen". Die Texte dürfen nachdenklich stimmen, aber auch gerne schön pulpig und unorthodox sein.

Die Nation verlässt sich auf euch!

Samstag, 1. Oktober 2016

Kaffee & Asphaltseele



"Mein Name ist Ruben Rubeck. Ich bin siebenundvierzig, sehe aus wie siebenundfünfzig und fühle mich manchmal wie siebenundachtzig. Geschieden, kinderlos und Kriminalkommissar, was in meinem Alter ein lächerlich niedriger Dienstgrad ist, aber das geht mit am Arsch vorbei. Das Frankfurter Bahnhofsviertel ist mein Revier. Viele denken, ich würde da wohnen, weil ich mich im Dreck wohlfühle und mit meinem Gesicht sowieso nirgends sonst in Frankfurt eine Wohnung bekäme, aber das stimmt nicht. Ich hab's einfach gerne nah zur Arbeit."

- Asphaltseele, Gregor Weber