Donnerstag, 1. Dezember 2016

Kaffee, Shore, Stein, Papier


Ich fuhr hoch, tastete im Dunkeln meinen linken Arm ab. Der Stahl musste doch noch stecken. Nichts. Alles drehte sich, ich fühlte mich wirr. Wie in Zeitlupe richtete ich mich auf und lehnte mich an die kalte Mauer. Gänsehaut überzog meinen gesamten Körper.
Dieser Geschmack in meinem Mund. Kokain! Ich hatte gerade dran geleckt, ganz bestimmt! Alles in meinem ausgemergelten Körper schrie danach. Mein Blut geriet in Wallung, der Schweiß schoss mir aus allen Poren. Da war sie wieder, diese unglaubliche Gier, die einen magisch anzog wie die Sirenengesänge in den alten griechischen Sagen.

- Shore, Stein, Papier: Kokainträume, $ick

Noch mehr aus dem Buch wird es in der kommenden Rogue Nation geben, die Mitte des Monats erscheinen wird. Hier noch einen Artikel über $ick aus der HAZ vom 15.10.16: Hannoveraner schreibt über sein Leben auf Heroin

 

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