Dienstag, 3. Januar 2017

Fante '33

John Fante
1933 WAR EIN SCHLIMMES JAHR

John Fante schreibt nicht. Er predigt. So leidenschaftlich wie kaum ein anderer Schriftsteller versteht er es seine Worte wie Kometen einschlagen zu lassen. Wer seine Bücher kennt, dem muss nichts mehr erzählt werden. Allen, die noch nie in den Genuss eines John Fante Buches gekommen sind, sei geraten, dieses Versäumnis schnellstmöglich nachzuholen.
In seiner Jugendgeschichte "1933 war ein schlimmes Jahr", großartig übersetzt von Alex Capus, träumt der fast 18jährige Dominic Molise davon ein großer und berühmter Baseballspieler zu werden. Sein von Armut geprägtes Elternhaus und die katholische Erziehung lassen zum Träumen allerdings nicht viel Spielraum. Was bleibt sind falsche Hoffnungen und der Glaube, zum Teil an Gott, aber vor allem an sich selbst. Stark autobiografisch erzählt Fante hier von seiner Kindheit in einer Kleinstadt von Colorado. Das Kind italienischer Eiwanderer, der sich selbst als Amerikaner sieht und eben auch diesen amerikanischen Traum so sehnsüchtig verfolgt. Aber gibt es diesen überhaupt? Was ist dieses ganze Leben eigentlich wert und lohnt es sich zu träumen und dafür zu kämpfen? Es lohnt sich deinitiv dieses Buch zu lesen. 1933 war ein schlimmes Jahr. Bestimmt. John Fante war ein großer Schriftsteller. Auf jeden Fall. Und dieses Buch zählt zum besten Stoff des letzten Jahres. Wir sind gespannt auf 2017. Mal schauen wie schlimm es wird...?! Oder vielleicht...?!

144 Seiten, ISBN 978-3-351-05031-3, Blumenbar, 16,00 €

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