Sonntag, 26. Februar 2017

Kaffee & Mama Mafia


Während er Tony durch die verkohlten Lippen unablässig Luft in die Lunge blies, wurde ihm bewusst, in was für einen Wahnsinn er geraten war. Das fürchterliche Blutbad, all die Verletzten, all die Toten. Erschöpfung machte sich breit. Er hielt inne und schüttelte den Kopf. Sein Leben würde um einiges einfacher werden, wenn er jetzt aufhörte. Aber er machte weiter.

- Mama Mafia, Daniel Zahno

Dienstag, 21. Februar 2017

Auf Zeitreise...



H.G. Wells
Die Zeitmaschine

Wir begeben uns zurück ins Jahr 1895. Die Geschichte um einen Zeitreisenden, der nicht namentlich erwähnt wird erscheint und zeigt nicht nur die Missstände zwischen arm und reich, sondern öffnet den Vorhang für die vielleicht größte Geburtsstunde des Science-Fiction Romans. Herbert George Wells, der letzten September seinen 150. Geburtstag gefeiert hat oder hätte wurde zum Vater dieses Genres. Es folgten die Bücher "Die Insel des Dr. Moreau" (1896), "Der Unsichtbare" (1897) und "Krieg der Welten" (1898 / auch in der Neuübersetzung bei S. Fischer erschienen / siehe unten), um nur mal die Highlights rauszupicken. Es gab zahlreiche Verfilmungen seiner Geschichten, dazu Analysen und Theorien zu seinen Zukunftsvisionen. Unvergesslich auch die legendäre Radioübertragung von Orson Welles, der mit "Krieg der Welten" eine Panik unter den Hörern auslöste. In der Neuübersetzung von Hans-Ulrich Möhring schaffen es diese Klassiker sich wieder in die Köpfe der Leser zu brennen. Wells trat buchstäblich mit seinen Romanen eine Zeitreise an, die bis heute dauert und noch lange weitergehen wird. Noch immer aktuell ist das System der Eloi und der Morlocks aus "Die Zeitmaschine". So einfach und umkompliziert beschreibt Wells die Reise des Namenlosen und doch ist es sprachlich so gut und inhaltlich so faszinierend, dass kein Zweifel bleibt, warum diese Geschichte ein Klassiker der Weltliteratur wurde, der mindestens einmal im Leben gelesen werden muss. Zeitreisende, Außerirdische, die die Erde angreifen, unsichtbare Menschen...etc. Die Welt des H.G. Wells wird wahrscheinlich niemals untergehen.


Beide Bücher sind im S. Fischer Verlag erschienen.


H.G. Wells:


Donnerstag, 16. Februar 2017

Morgens in der U-Bahn...

Für alle die heute schon U-Bahn gefahren sind oder noch fahren werden...



Ein echter Klassiker aus den 70ern mit großartigen Darstellern bzw. Figuren (Matthau bis Shaw) mit ihren farbenfrohen Namen, die auch Tarantinos Reservoir Dogs beeinflusst haben und einem genialen Soundtrack von David Shire. Stoppt die Todesfahrt der U-Bahn 1-2-3  geht einfach immer...




Dienstag, 14. Februar 2017

ROGUE NATION 04/01 IST RAUS!


Liebe Freunde der Nation,

zum Tag der Liebe, ein paar Liebesbriefe und Treueschwüre fürs Leben, Leiden und Verderben...geschrieben von Jason Dunkle, Frank Trummel, Kai Kraus, Ulrich Kersten, Johannes Witek und Sabrina Albers. Fühlt euch unwohl und genießt den Ärger. Eine 44seitige Valentinstagskarte der besonderen Art. Zum Weiterverschenken oder sich einfach mal selbst eine Freude machen....

Herzlichst,
MM






Donnerstag, 9. Februar 2017

Kaffee & Edgerton


Ich sagen Ihnen, wer in dieser Zelle lebt: Jemand Perfides - sein Name ist Heimtücke. Sein Name ist Lügner; Frevler; Wahrheitsschänder; Heuchler. Er wohnt allen Mitgliedern der Gemeinde gleichermaßen bei, erklärt reihum jedem, er sei das Liebste, während er in seinem nicht enden wollenden Stelldichein mit dem Verzehr von Seelen bereits mit der nächsten Verabredung liebäugelt. 

- Der Vergewaltiger, Les Edgerton ( erschienen bei Pulp Master

Montag, 6. Februar 2017

Herzzerreißend


Große Gefühle, wahre Liebe, tödliche Romanzen -
zum Valentinstag wird die neue Rogue im Jahr 2017 erscheinen!
Allerdings nur als digitale Ausgabe. 
Wer trotzdem seine Liebe und seinen Wahnsinn mit der Nation teilen möchte, kann gerne seine Texte bis zum kommenden Sonntag einreichen, in Form von Prosa und/oder Lyrik.
Es darf um die große Liebe gehen, aber bitte mit den allerbösesten Absichten! 
Schickt eure Liebesbriefe bitte an Mia unter rogueblogue@gmail.com

Cheers,
- MM

Sonntag, 5. Februar 2017

4-3-2-1-Auster



Seit ich vor vielen Jahren seine "New York Trilogie" in die Hände bekam, bin ich begeistert von seinen Werken. Er inspiriert und unterhält. Er bewegt viel mit seinen Worten und bleibt in den Gedanken haften. So schnell verliert man keinen Auster Text aus seinem Kopf. Teils autobiografisch, teils reine Fiktion. Er hat die Literaturwelt bereichert. Man könnte so sagen, er gehört zur modernen "klassischen amerikanischen Literatur".  Als junger Dichter hat er sich durch die Jahre gehungert, schaffte dann erst mit Ende 30 bzw. Anfang 40 den ersten echten literarischen Durchbruch. Allerdings mit Prosa. Es war eben diese "New York Trilogie" die ihn ans Licht führte. In einigen von seinen Texten offenbart er den harten Kampf hinaus aus der Dunkelheit, am eindruckvollsten und besten aber natürlich in seinem autobiografischen Buch "Von der Hand in den Mund". Ja, über Auster könnte man noch so einiges schreiben, aber am besten liest man seine Bücher und hört zu, wenn er spricht, auch wenn das eher selten vorkommt.
Die dänische Literaturwissenschaftlerin Inge Birgitte Siegumfeldt hat es geschafft Auster zu mehreren Gesprächen zu überreden. Insgesamt drei Jahre haben sie sich immer wieder getroffen, um über sein Leben und seine Arbeit zu sprechen, obwohl das eigentlich überhaupt nicht geht, so Auster selbst. Stets bescheiden und zurückhaltend gibt sich Auster eben nicht als Intellektueller, sondern vielmehr als Mensch, der sein Handwerk einfach unglaublich gut beherrscht. Ein Autor, der etwas zu erzählen hat und dies auch kann und doch ist er irgendwie zum Scheitern verurteilt. Auf die Frage -kurz nachdem ein Samuel Beckett Zitat ("Besser scheitern") erwähnt wird- warum das so sei, antwortet Auster: Weil man niemals erreichen kann, was man zu erreichen hofft. Manchmal kommt man dem nahe, und andere finden Gefallen daran, aber man selbst, der Autor, wird immer das Gefühl haben, gescheitert zu sein. Man weiß, man hat sein Bestes getan, aber das Beste ist nie gut genug. Vielleicht schreibt man deswegen immer weiter. Um das nächste Mal ein wenig besser zu scheitern.
Um sich auch gleich einen neuen Eindruck seines Scheiterns machen zu können, kommt zeitgleich mit dem Buch "Ein Leben in Worten" sein neuer Roman "4-3-2-1" heraus.
Ein weiteres Zeugnis seiner Kunst. Ein Auster Original. Er wirkt nicht nur als Schriftsteller, sondern auch einmal mehr als Fatalist auf seine Leser ein. Poetisch, mystisch, nachdenklich und perfekt strukturiert. Gleich vier Variationen hat er diesmal für seinen Protagonisten, in diesem Fall Archibald Ferguson geschrieben. Ja, Auster greift die berühmte "Was-wäre-wenn"- Frage auf und spielt Vater Schicksal. Aber mit einem ganz feinen Händchen.
Wer beide Bücher gleichzeitig liest taucht ganz tief in die Leben von Archibald Ferguson und Paul Auster ein und darf sich auf eine interessante Reise freuen. Es ist Auster Zeit. Er gehört zu den Gründen, warum Literatur noch immer ein fester Bestandteil in unserer Gesellschaft ist. So müssen Geschichten erzählt werden, damit erreicht man Aufmerksamkeit, zerstört Mauern und schafft neue Wege. Bravo!

P.S. Auster ist im März auf Lesereise in Deutschland!


Auster über sein neues Buch:


Mittwoch, 1. Februar 2017

Der Mann im Fenster


Der neue Kurzfilm von Robert Sauerbrey mit Marlon Putzke, Nico Ehrenteit und Laura Heich. Nach einem Drehbuch von Marc Mrosk. Mehr Infos zum Film findet Ihr hier: www.mannimfenster-film.de


Trailer