Freitag, 24. März 2017

Badlands, Texas

Doku-Serie über die Menschen im 60 Seelen Städtchen Terlingua in West Texas und den Mord an dem Barbesitzer Glenn Felts...



Where rainbows wait for rain....

 

Dienstag, 14. März 2017

Fargo Season 3


Nächsten Monat geht's wieder los.
Eine der besten Serien überhaupt
geht in Runde 3...


Montag, 13. März 2017

Skid Row by Suitcase Joe



Und noch ein kleiner besonderer Fund: ganz starke Bilder von LAs Skid Row. Mehr Fotos von Suitcase Joe gibt's bei Juxtapoz und auf SJ's Instagram Seite.


Der letzte beste Ort

Callan Wink
DER LETZTE BESTE ORT

Als ich vor einigen Monaten eine Leseprobe von Callan Winks Short-Story-Sammlung in die Hände bekam machte mich das Titelfoto sehr neugierig. Dazu der Klappentext und ein Blick auf die ein oder andere Zeile. Meine Erwartungen waren ziemlich hoch und nachdem ich die erste Geschichte "Hund Lauf Mond" gelesen hatte war ich ehrlich gesagt nicht wirklich vollends überzeugt. Also legte ich die Leseprobe wieder weg und vergaß erstmal Callan Wink. Dann, vor nicht allzu langer Zeit gab ich Winks Stories eine zweite Chance und manchmal braucht es das einfach. Manchmal ist es die falsche Zeit oder der falsche Ort. Diesmal schlugen seine Geschichten richtig ein.
Der letzte beste Ort. Hier ist das Leben hart und das Geld immer viel zu wenig. Gescheiterte Existenzen, geplatzte Träume, es geht um Menschen, die irgendwo im Nirgendwo ein eher belangloses Leben führen und dennoch in Callan Winks Kurzgeschichten wie Sterne leuchten, denn an diesem letzten besten Ort haben sie noch diese Möglichkeit, auch wenn einige von ihnen nicht an ihr Ziel kommen werden. Die meisten von ihnen, haben dieses sowieso schon seit geraumer Zeit aus den Augen verloren, wenn es überhaupt jemals eines gab. Wink lässt die Zeit einfach mal stillstehen.
Der Autor selbst kommt aus der rauen Gegend in Montana und kennt die weiten einsamen Landschaften des amerikanischen Westens. Er schreibt mit viel Nähe zu seinen Figuren und schafft es den Staub der sandigen Landstraßen über die Seiten hinaus in den Kopf des Lesers zu bringen. Geschichten, die das Leben schreibt und Geschichten, die so schnell nicht vergessen werden. Ein wahres Juwel unter den Kurzgeschichten-Sammlungen der letzten Jahre.

282 Seiten / Suhrkamp Verlag / 22,00 €

Sonntag, 12. März 2017

Atomic Blonde



Der Sommer wird extrem heiß....


Basierend auf der Graphic Novel von Antony Johnston und Sam Hart...



Samstag, 4. März 2017

Free Fire


ab 06.04.



I Am Not A Serial Killer


I AM NOT A SERIAL KILLER

Brutale Morde in einer Kleinstadt tragen nicht gerade dazu bei, dass Harmonie und ein Gefühl der Sicherheit unter den Bewohnern entsteht. Angst und Misstrauen ist schon eher der Fall. Beim Jugendlichen John Wayne(!) Cleaver (Max Records), der mit emotionalen Problemen zu kämpfen hat und eine Faszination für Serienkiller hegt und auch noch bei seiner Mutter im Bestattungsunternehmen arbeitet, lösen die Morde aber große Neugier aus. Wer ist der Mörder, der seinen Opfer Organe entnimmt? Ein Monster? Der neue Jack the Ripper oder etwas oder jemand ganz anderes? Was für eine Art Film ist I AM NOT A SERIAL KILLER? In erster Linie natürlich die Verfilmung des Dan Wells Debütromans „Ich bin kein Serienkiller“, der 2010 auf Deutsch erschien und sich sehr gut verkauft hat. Science-Fiction Einflüsse sind klar zu erkennen. Aber wie macht sich diese Geschichte als Film? Beginnen tut er wie ein düsterer 80er Jahre Thriller, der sich dann mehr und mehr durch ein Sozialdrama der Marke Coming-of-Age bis hin zum Mystery-Stranger-Things-Was-geht-denn-jetzt-hier-vor-Indie mausert. Der Indie-Horror wurde hier nicht neu erfunden, aber es ist durchaus eine erfrischende Abwechslung fürs Heimkino. Die Kleinstadt Clayton bietet genau die Einöde, die eine solche Story braucht, Max Records ist das Emo-Kid schlechthin und gegen Christopher Lloyd in einer Nebenrolle ist sowieso nichts einzuwenden. Regisseur Billy O'Brien, der zusammen mit Autor Christopher Hyde auch das Drehbuch schrieb hat bisher nicht wirklich von sich reden lassen. Indies wie ISOLATION (2005), der Fernsehfilm PLANET OF MONSTER (2011) und SCINTILLA (2014) stehen auf seiner Vita. Sein neuester Film, sprich dieser hier ist definitiv sein bester und erfolgreichster, auch wenn sein Kurzfilm THE TALE OF THE RAT THAT WROTE aus dem Jahr 1999 sogar mal für einen BAFTA nominiert wurde. Aber auch sein „Serienkiller“ wurde bei den British Independent Film Awards in drei Kategorieren in Erwägung gezogen. Tatsächlich ein kleiner Geheimtipp!

(mm)

Mehr Film-Reviews im aktuellen Deadline Magazin

 

Mittwoch, 1. März 2017

Notes


GANZ NORMAL

Sie standen nah beieinander an der Ecke. Sie flüsterten sich etwas zu. Ich kam an ihnen vorbei und blickte rüber. Sie drehten ihre Köpfe zu mir und starrten mich für einen Moment an. Ich grüßte sie mit einem Nicken. Ihre Augen waren müde und leblos und da war ein Schimmer der aufglänzte, so wie ein Messer, das kurz vom Licht erwischt wurde. Sie drehten ihre Köpfe zurück und fingen wieder mit dem Flüstern an, wurden aber immer lauter. "Was ist mit dem? Der ist merkwürdig. Der sieht merkwürdig aus. Dieses Gesicht, diese Kleidung, dieser Gang. Was ist mit dem?" Ich konnte sie reden hören. Ich bemerkte, dass ich stehengeblieben war. Ich schaute an mir herab und sah die alte abgetragene Jacke. Ich nickte ihnen wieder zu und die beiden Männer sprachen weiter. "Dieser Typ da drüben ist komisch. Er schaut uns an als wären wir zwei verrückt. Er soll uns in Ruhe lassen. Er ist der Verrückte. Er ist der der Hilfe braucht." Ich schüttelte den Kopf und ging weiter.
Sie stehen sehr oft an dieser Ecke und sind immer misstrauisch, egal, wie oft man grüßt und ihnen sagt, dass es ganz normal ist hier verrückt zu werden.

- MM