Samstag, 4. März 2017

I Am Not A Serial Killer


I AM NOT A SERIAL KILLER

Brutale Morde in einer Kleinstadt tragen nicht gerade dazu bei, dass Harmonie und ein Gefühl der Sicherheit unter den Bewohnern entsteht. Angst und Misstrauen ist schon eher der Fall. Beim Jugendlichen John Wayne(!) Cleaver (Max Records), der mit emotionalen Problemen zu kämpfen hat und eine Faszination für Serienkiller hegt und auch noch bei seiner Mutter im Bestattungsunternehmen arbeitet, lösen die Morde aber große Neugier aus. Wer ist der Mörder, der seinen Opfer Organe entnimmt? Ein Monster? Der neue Jack the Ripper oder etwas oder jemand ganz anderes? Was für eine Art Film ist I AM NOT A SERIAL KILLER? In erster Linie natürlich die Verfilmung des Dan Wells Debütromans „Ich bin kein Serienkiller“, der 2010 auf Deutsch erschien und sich sehr gut verkauft hat. Science-Fiction Einflüsse sind klar zu erkennen. Aber wie macht sich diese Geschichte als Film? Beginnen tut er wie ein düsterer 80er Jahre Thriller, der sich dann mehr und mehr durch ein Sozialdrama der Marke Coming-of-Age bis hin zum Mystery-Stranger-Things-Was-geht-denn-jetzt-hier-vor-Indie mausert. Der Indie-Horror wurde hier nicht neu erfunden, aber es ist durchaus eine erfrischende Abwechslung fürs Heimkino. Die Kleinstadt Clayton bietet genau die Einöde, die eine solche Story braucht, Max Records ist das Emo-Kid schlechthin und gegen Christopher Lloyd in einer Nebenrolle ist sowieso nichts einzuwenden. Regisseur Billy O'Brien, der zusammen mit Autor Christopher Hyde auch das Drehbuch schrieb hat bisher nicht wirklich von sich reden lassen. Indies wie ISOLATION (2005), der Fernsehfilm PLANET OF MONSTER (2011) und SCINTILLA (2014) stehen auf seiner Vita. Sein neuester Film, sprich dieser hier ist definitiv sein bester und erfolgreichster, auch wenn sein Kurzfilm THE TALE OF THE RAT THAT WROTE aus dem Jahr 1999 sogar mal für einen BAFTA nominiert wurde. Aber auch sein „Serienkiller“ wurde bei den British Independent Film Awards in drei Kategorieren in Erwägung gezogen. Tatsächlich ein kleiner Geheimtipp!

(mm)

Mehr Film-Reviews im aktuellen Deadline Magazin

 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen