Samstag, 30. September 2017

The Commuter


Das "Non-Stop" Team ist wieder vereint. Irgendwie ja eine ähnliche Story, aber sieht mindestens genauso spannend aus. Aber erst ab Januar 2018...

Trailer




Mittwoch, 27. September 2017

Rogue Blogue Stories: BLIND DATE



Seine Haare waren zerzaust und verknotet. Er tauchte sie ins Waschbecken und fuhr mit seinen Händen durch das Gestrüpp. Wasser schwappte über die Ränder und landete auf seinen nackten Füßen. Er zog seinen Kopf aus dem Becken und griff nach dem Handtuch neben ihm auf der Ablage.

In einem Restaurant in der Innenstadt saß eine 25jährige Frau mit einem starken Überbiss und einer feinen Prise Sommersprossen auf der Nase. Sie war durchaus attraktiv, besonders wenn sie lächelte, dann strahlten ihre Sommersprossen wie tausend kleine Lichter. Sie wartete auf ihn und er konnte nur erahnen wie sehr. Es war ein Blind Date, sein erstes, beide hatten sich im Internet gesucht und gefunden. Er malte sich in Gedanken ein Bild von ihr, doch lag total daneben. In Wirklichkeit trug sie ein rotes Kleid mit winzigen Rissen am Saum und ihre bordeauxroten Hakenschuhe hatten Abschürfungen an den Seiten. Sie lächelte immerzu und bewegte sich -wenn auch nur während sie auf dem Stuhl saß- mit Anmut und Grazie. Niemand würde so schnell auf die Idee kommen, sie wäre ein billiges Mädchen.



Sie war eine halbe Stunde früher als verabredet erschienen, um sich besser auf das Treffen einstellten zu können. Sie nannte so etwas „Gefahrenabschätzung“, eine präventive Maßnahme, die in den bisherigen Nächten half. Nun sollte der Erfolg erhalten bleiben. Er trat (mit einigen Minuten Verspätung) an den Tisch und lächelte verhalten, als wäre es seine erste Verabredung mit einer Frau. Sie lächelte zurück und keiner verlor ein Wort über das etwas zu späte Erscheinen. Die Speisekarten wurden gereicht und schon ging es mit den Getränken los. Das Essen kam wenig später.



***



Nach ihrem, mit steirischem Alpenrind verfeinerten Gourmet- Burger und dem vegetarischen Burger für ihn, kamen zwei neue Gläser Rotwein hinzu.



„Ich sollte mehr Weißen trinken“, sagte sie und rieb sich über die Taille. Ihr Lächeln war wieder da und er konnte seine zügellosen Gedanken nicht mehr zurückhalten. Beiden hatte gefallen, was sie nach zwei Wochen Internetgesprächen nun endlich in Fleisch und Blut kennen lernen durften. Eigentlich war so gar nicht seine Art. Stets hatte er sich in den letzten Jahren immer gegen solche Art von Datings gewehrt. Selbst Dinge, die kein Herz und keine Seele besaßen, sollte man sich doch wenigstens mal für fünf Minuten im Schaufenster anschauen, bevor man zugreift. Doch hier saß er nun. Nie hatten sie Fotos ausgetauscht und trotzdem waren sie beide vom Ergebnis positiv überrascht. Vielleicht gerade deshalb.

Er zog einen Kugelschreiber aus der Innentasche seines Jacketts, die über dem Stuhl hing, nahm sich die Serviette zur Hand und achtete darauf, dass sie ihm beim Schreiben zusah. Ich würde dich so gerne durchvögeln, bis du vor Glück schreist, schrieb er ganz deutlich in Druckbuchstaben, lächelte, faltete die Serviette einmal zusammen, legte sie auf dem Tisch auf seiner Seite ab und verabschiedete sich für fünf Minuten. Sie nickte und schien wenig Interesse an seinem Geschreibsel zu zeigen.



Er stand in der Herrentoilette und blickte in den Spiegel, während er sich die Hände abtrocknete und versuchte eine Tendenz wie der Abend nun enden könnte zu erahnen. Diese Frau war eher schüchtern und zurückhaltend. Sollte sie die Nachricht auf der Serviette wirklich lesen, wäre es fragwürdig, ob sie ihr Wissen auch Preis geben würde. Wahrscheinlich liest sie es und verschwindet auf der Stelle. Oder? Sie hatte zwar etwas Geheimnisvolles an sich, aber auf eine derartig niveaulose Notiz zu reagieren wäre höchstwahrscheinlich nicht ihre Art von Abenteuer. Vielleicht springt sie auch gleich über den Tisch und vögelt dich hier und jetzt. Er lächelte und ging zurück zu seinem Platz.



***



Ganz unaufgeregt entfaltete er wieder die Serviette und steckte sie sich unbemerkt in die Tasche. Sie hatte immer noch so dagelegen wie zuvor und an dem Verhalten seines undurchsichtigen Dates hatte sich auch nichts geändert. Es wird sein, wie es immer ist.  Man trinkt aus, zahlt, verabschiedete sich und fängt an zu überlegen, ob es sich lohnt die Nummer noch einmal zu wählen. Doch diesmal kam es anders und statt einer Verabschiedung sagte sie etwas, das er zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr erwartet hatte.



„Ich würde heute Nacht gerne noch vor Glück schreien, du auch?“ fragte sie und er hatte die Antwort auf der Zunge, doch er stockte. Sie sprach für ihn, nahm seine Hand und rief ein Taxi heran. Sie ließ seine Hand gar nicht mehr los, küsste ihn auf die Wange und ließ ihn träumen. Das Geheimnis, in das er sich nun einweihen lassen wollte, stimulierte ihn ungemein. Sie gingen durch eine dunkle, leere Gasse, betraten ein Altbau und befanden sich kurz darauf in einem schmalen Flur, der zu einer weißgestrichenen Tür führte. Dort lag die Wohnung, die er sich so viel anders vorgestellt hatte. Drei paar Männerschuhe standen im Flur herum, ein Spiegel hing an der Wand und Post lag in einem Schälchen, Mäntel hingen am Kleiderhaken und bevor er sich entscheiden konnte, wo er sich eigentlich befand, nahm sie ihn erneut bei der Hand und schleifte ihn ins Schlafzimmer. Bei gedämmtem Licht fing sie an ihn auszuziehen. Ihr Oberkörper strahlte ihn plötzlich an, durchtrennt von ihrem schwarzen BH. Er ließ alles zu, lehnte sich zurück und genoss die feuchten Küsse auf seiner Brust. 



„Lass mich dich bis zur Besinnungslosigkeit ficken“, hauchte sie ihm ins Ohr, griff sich zwei Paar Handschellen aus dem Nachtschrank und kettete ihn fest. Er bekam so einen Ständer, dass er dachte, er könnte die Decke damit streichen. Voller Behutsamkeit kettete sie ihn ans Bettgestell, begab sich eine Etage tiefer und streichelte mit ihrer Nase seine Erektion. Sie zog ihm die Boxershorts aus, massierte seine Hoden, so wie er es mochte. Er wollte vor Freude schreien, doch hob es sich für später auf. Seine Fußgelenke band sie an den Bettpfosten an und rieb sachte über seine haarigen Unterschenkel. Ihr Lächeln war auch noch in der Dunkelheit zu sehen und er spürte jeden Zentimeter seines Körpers vibrieren. Ohne was zu sagen verschwand sie aus dem Schlafzimmer und ließ ihn mit seinen Fantasien zurück.



***



Der Boden fing langsam an zu beben und wenige Einschläge später stand sie neben seinem Bett. Eine andere Frau, sie verdunkelte noch den letzten Fetzen fades Leicht.  Eine unglaubliche Masse an Mensch, die er auf lockere 250 Pfund schätzte. Wahrscheinlich lag er da noch weit unter dem realen Gewicht. Er wollte sprechen, doch seine Stimmbänder versagten bei dem Anblick. Die fetteste Frau, die er je gesehen hatte, bewegte ihren nackten Körper über ihn und griff seinen erigierten Schwanz wie einen Haltegriff in der U-Bahn, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren. Er wurde in ihr versenkt und blieb stehen wie ein gut erzogener Hund. Der Unterleib wurde erdrückt und der Mann dazu seines Atems beraubt. Er biss sich auf die Zunge und betete die Decke an. Die fette Frau nahm ihn wie einen Hüpfball und schrie dabei immer wieder. Er schrie mit und versuchte aus dem Monsterfick seinen Nutzen zu ziehen, doch so sehr er auch an wunderschöne junge Frauen dachte und hoffte demnächst zu kommen, war er vom Bauchnabel abwärts schnell taub gebumst. Sie schrie und hatte einen Orgasmus nach dem anderen, während er allen Sex auf dieser Welt verfluchte. Er konnte weder sprechen noch schreien und fiel nach einer halben Stunde intensiver Monster-Schwanzkur in einen komatösen Schlaf.

Diese Sex-Folter ging noch gut acht Stunden so weiter. Er war wie benebelt. Immer wieder injizierte man ihm etwas in seine Venen, dass ihn zwar geistig betäubte, seinen Schwanz aber kerzengerade stehen ließ. Er war völlig weg und hatte erst wieder etwas mehr Klarheit, als er hörte wie jemand die Wohnungstür aufbrach.



***



Der Raum war voller Sonnenlicht und er erblickte ein zärtliches Frauengesicht, daneben ein stämmiger Typ mit einer braunen Cordjacke. Genauso eine hatte er sich letzten Monat kaufen wollen. Jetzt erinnerte er sich wieder und versuchte sein Schamgefühl zu ignorieren.



„Wer bist du?“ fragte die Frauenstimme völlig aufgebracht. Er schüttelte nur den Kopf und schämte sich für seinen schlaffen Schwanz und seinen eingedrückten Unterleib, der mit roten und blauen Flecken übersät war.



„Wo ist Viktor?“ fragte die Frau und er stöhnte ein paar Worte aus seinem trockenem Hals: „Der liegt irgendwo anders, ans Bett gefesselt und halb tot gebumbst von King Kongs Mutter. Ihr müsst sie finden. Die ist echt gefährlich und unglaublich fett.“

Dann schloss er die Augen wieder.


-- MM



Dienstag, 26. September 2017

Sie fliegen alle

Der Schrecken, der weitere 28 Jahre kein Ende nehmen sollte - wenn er überhaupt je ein Ende nahm -, begann, soviel ich weiß und sagen kann, mit einem Boot aus Zeitungspapier, das einen vom Regen überfluteten Rinnstein entlangtrieb.





Ab diesem Mittwoch bzw. Donnerstag...



Montag, 25. September 2017

Crime & Zombie Dokus

Und gleich noch zwei geniale Doku- Serien über Zombies & Kriminalfälle, die Geschichte machten auf arte (nur online)...






Freitag, 22. September 2017

The Vietnam War


Eine sehr empfehlenswerte mehrteilige Doku von Ken Burns und Lynn Novick über den Vietnam- Krieg läuft zurzeit auf arte. Mehr Infos und Videos findet ihr hier: Vietnam Doku


Donnerstag, 21. September 2017

Der King wird 70


Heute wird der König des Horror-Romans 70 Jahre alt. Hier ein aktueller und sehr interessanter Artikel über den King: 70 Jahre Stephen King


Montag, 18. September 2017

Neues Leatherface


Und was läuft so bei Leatherface? Ein neuer Film. Diesmal mit Stephen Dorff und Lili Taylor. Leider noch ohne deutschen Starttermin, aber hier trotzdem mal der Trailer:





Samstag, 16. September 2017

Babylon Berlin


Deutsche Serie über das sündige Berlin der späten 20er bzw. frühen 30er Jahre. Nach den "Gereon Rath"- Büchern von Autor Volker Kutscher. Läuft ab 13. Oktober. Könnte interessant werden...

Hier ein kurzer Trailer...


Dienstag, 12. September 2017

The Photography of Enrique Metinides


Sehr beeindruckende, zum Teil auch heftige Aufnahmen des "mexikanischen Weegees" Enrique Metinides. Ein aktueller Artikel zu seiner Arbeit ist gerade online bei Juxtapoz




Montag, 11. September 2017

Undercover gegen den Terror


Tom Marcus
UNDERCOVER GEGEN DEN TERROR

Der Terrorismus begleitet jede Dekade und ist fast schon nicht mehr wegzudenken. Es ist wie ein Geschwür oder Krebs. Man könnte schon sagen, dass sich die Leute an die Nachrichten über Bomben und Amokfahrten gewöhnt hätten. Für wen es definitiv zum Leben gehört ist der MI5 - Agent Tom Marcus (so nennt er sich im Buch). Aber seine Geschichte ist nicht nur die über die Bekämpfung des Terrorismus, es ist genauso die Geschichte vom Außenseiter, der schon im Grundschulalter allein auf den rauen Straßen Nordenglands klarkommen musste und sich selbst das Ziel gesetzt hat, sich nicht so einfach unterkriegen zu lassen, sondern sich aus diesem Loch heraus zu kämpfen.  
Tom Marcus schweift nicht ab und lässt seine Arbeit nicht zu einem heroischen Schauspiel werden. Er erzählt und schildert seine Einsätze und seine Gedanken. Unter anderem gelang es ihm und seinem Team Kinder vor einem bevorstehenden Bombenattentat zu retten. Natürlich kann diese Geschichte nicht völlig neutral und objektiv geschrieben werden und wenn es sich um Geheimdienste handelt, darf auch das kritische Auge nicht ganz verschlossen bleiben, dennoch ist seine Lebensgeschichte spannend und authentisch geschildert. Man erfährt viel über die Anspannung, den Druck und die Belastung mit denen Menschen, die jene Jobs ausführen ausgesetzt sind.
Ein unglaublich interessanter und explosiver Einblick in einen Beruf, der sich eigentlich immer nur im Hintergrund abspielt und doch so enorm wichtig ist.

riva Verlag, 350 Seiten, ISBN 978-3-742301871, 19,99 €

Sonntag, 10. September 2017

The Confession Tapes


Sehr gute True Crime - Doku Serie über unschuldig inhaftierte Menschen, die falsche Geständnisse abgelegt haben. Mit wirklich unfassbaren Geschichten...

Trailer


 

Freitag, 8. September 2017

Three Billboards Outside Ebbing, Missouri


Läuft bei uns zwar erst ab dem 25. Januar 2018, aber es ist nie zu früh, sich den ein oder anderen Geheimtipp schon mal zu notieren. Hier der Trailer...