Zukunftspläne

 


Es ist kurz vor zehn. Ich brauch vielleicht zwei Stunden zum Highway; dort kann ich dann ein Auto anhalten oder einen Bus nach San Antone nehmen. Ich werfe einen letzten Blick auf Martirio, wie es sich funkelnd über das flache Land erstreckt - mein Universum, all die endlosen Jahre lang. Dann mache ich mich auf, zu den Hügeln hoch, mürrisch und auf mich allein gestellt. Meine Bewältigungsstrategien erlauben den Ausblick auf ein bißchen Buttercreme. Der alte Film mit dem Strandhaus, ihr erinnert euch? Es muß 'ne Menge Leute geben, die so was durchziehen, im Ernst. Nirgendwo steht, daß man 'ne bestimmte Sorte Mensch sein muß, um so zu leben. Ich stell mir vor, wie das sein wird, wenn Mom zu Besuch kommt, nachdem sich der Staub gelegt hat. Wie ich ihr Andenken kaufe und so. Wer weiß, vielleicht besorg ich ihr sogar ein Hausmädchen, das sie mitnehmen und Leona in ihren fetten Hintern rammen kann. Schon wieder eine Erkenntnis: Je tiefer man in der Scheiße steckt, desto süßer sind die Zukunftspläne.

- Jesus von Texas, DBC Pierre



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