Teufel

 


Im Obergeschoß donnerten die Revolver, ihre Schüsse klangen überlaut durch das winzige Häuschen. 
Der kleine Mann zuckte zusammen.
"Ich will hier weg", flüsterte er, unerwartet plötzlich. "Ich gebe Ihnen alles, bestimmt! Wenn Sie mir nur helfen, hier rauszukommen!"
Dieses schwache Zukunftslicht - nachdem es vorher nur ein Schimmer gewesen war - machte meinen Stimmapparat wieder gebrauchsfähig. Es gelang mir, "Zur Sache" zu sagen.
"Ich lasse Ihnen die da oben - diesen weiblichen Teufel. Das Geld gebe ich Ihnen, ich gebe Ihnen alles - wenn Sie mir raushelfen. Ich bin alt. Ich bin krank. Ich kann nicht im Gefängnis leben. Was habe ich mit solchen Räubereien zu tun? Gar nichts. Bin ich schuld, daß die Teufelin -? Sie haben es ja gesehen. Ich bin ein Sklave - und ich bin fast am Ende meines Lebens. Schimpfen, Fluchen, Schläge - nicht genug damit. Jetzt muß ich auch noch ins Gefängnis, weil die Teufelin eine Teufelin ist. Ich ein alter Mann und kann nicht im Gefängnis leben. Bitte lassen Sie mich raus. Tun Sie mir die Liebe. Ich liefere Ihnen diese Teufelin aus, und die andern Teufel und das Geld, das sie gestohlen haben. Dann können Sie es doch machen!" Auf diese Weise krümmte sich der kleine alte Mann in seiner Panik auf dem Stuhl.

- Das große Umlegen; Meistererzählungen, Dashiell Hammett



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