Rezensionen

 


Kurze Rezension zu "Only The Good Bleed" 
aus dem MagaScene Magazin (Hannover) / August 2021:


...und eine etwas längere Besprechung von Christian Kaiser 
in der Oktoberausgabe '21 des Stadtkind Magazins (Hannover):

Only the Good Bleed“ – so der Titel des Kurzromans, der sich merklich lustvoll als pulpiger Hardboiled-Thriller präsentiert – hat sich vom Cover bis zum Plot mit Haut und Haaren der reißerischen Kolportage verschrieben und macht aus dieser verwegenen Liebe zum Pulp auch keinen Hehl: Sex and Crime galore, ordinäre Sprache zuhauf und eine Verdichtung der Klischees eines populären Genres, die letztlich eher im Dienst der Hommage als im Dienst der Ironie steht. Die Geschichte, die in ihren Grundzügen – ein Kriegs-Veteran rächt eine vergewaltigte Frau mit ihrer Hilfe – leichte Parallelen zum aktuellen Stephen-King Roman „Billy Summers“ aufweist, greift zurück auf Veteranen-Dramen wie „Rambo“, auf die schwarzen Katzen, die sich von E. A. Poe bis Stephen King durch US-amerikanische makabere Kriminalstories ziehen, auf das Potenz-Gehabe und die homophoben Phrasen der Männerfiguren etlicher Hardboiled-Krimis, denen Mrosk eine explizit schwule Figur oder auch die Ohnmacht von Kriegsrückkehrern gegenüberstellt. Von Philip Marlowe bis Norman Bates, vom Roswell-UFO-Mysterium bis hin zum Neo-Western zitiert sich Mrosk durch populäre Versatzstücke des Spannungskinos und der Spannungsliteratur, derweil eine Liebe zu Mickey Spillane und Mike Hammer, zu Dashiell Hammett und Sam Spade, zu Raymond Chandler und Philip Marlowe durchgängig zu erahnen ist … 
Die in zehn Oberkapitel gegliederte Handlung beginnt mit der Rückkehr des Irak-Veteranen Frank Pawler, der frisch zu Hause angekommen nicht bloß feststellen muss, dass seine Lebensgefährtin ihn inzwischen mit seinem früheren Arbeitgeber betrügt, sondern bald darauf auch noch den Eindruck gewinnen muss, dass der Sheriff der Gegend ein sadistischer Vergewaltiger ist. Mit der malträtierten Frau selbst rächt er diese – und gemeinsam beginnt man einen Roadtrip, bei dem man alsbald nicht nur die Hellriders im Nacken hat. 
Marc Mrosk, der Autor, der bisher bereits neben Kurzgeschichten, Drehbüchern, Filmkritiken und Artikeln die Romane „Los Perdidos“ (2010) und „Schwarz“ (2020) vorgelegt hat, verbrachte selbst einige Jahre in den USA, in Los Angeles. 

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